Wüsting/Hude - Gleich zwei personelle Veränderungen stehen im Huder Gemeinderat an, der an diesem Donnerstag ab 17 Uhr öffentlich im Gasthof Buchholz in Wüsting tagt: Pascal Buntrock, bislang Mitglied der FDP-Fraktion, wohnt aus beruflichen Gründen nicht mehr in der Gemeinde. Für ihn wird Andre Heinemann als FDP-Mann in den Rat nachrücken. Friedrich Schnabel, bislang Fraktionschef der CDU, hat seinen Mandatsverzicht erklärt, weil er künftig hauptberuflich als IT-Fachkraft bei der Gemeinde Hude tätig ist. Für ihn rückt Thomas Schmidt in die CDU-Fraktion nach. Bürgermeister Holger Lebedinzew wird die beiden neuen Ratsmitglieder per Handschlag verpflichten.
Anschließend hat der Gemeinderat eine umfangreiche Tagesordnung abzuarbeiten. Es stehen viele wichtige Entscheidungen an, die in den verschiedenen Ausschüssen vorbereitet wurden.
Es geht um die Verlängerung der Vereinbarung mit der Touristik-Palette Hude e.V. und die Gründung eines Vereins zur Förderung von Kunst und Kultur in Hude. Dem Rat wird empfohlen, vorbereitende Maßnahmen zur Gründung eines Zweckverbandes zu beschließen, der sich um die grundlegende Sanierung und Weiterentwicklung des Klosterensembles sowie dessen dauerhafte Unterhaltung kümmert.
Ein teures Unterfangen wird es für die Gemeinde, alle „weißen Flecken“ in der Breitbandversorgung zu schließen. Hier steht der Beschluss über den Kooperationsvertrag zum 3. Breitbandausbauprojekt auf der Tagesordnung. Einhellig haben die Gremien empfohlen, wirklich jeden Haushalt bei der Breitbandoffensive zu berücksichtigen. In der dritten Ausbaustufe sind es noch 460 Hausanschlüsse. Die Gesamtinvestition würde ohne Fördermittel des Bundes und des Landes circa 7,8 Millionen Euro betragen, so die Verwaltung. Der Eigenanteil der Gemeinde wird auf rund 1,35 Millionen Euro beziffert. Der Landkreis beteiligt sich in gleicher Höhe. Die zusätzlich erforderlichen Mittel sollen als Verpflichtungsermächtigung im Nachtragshaushalt bereitgestellt werden, der auch Thema der Sitzung ist.
Das Dichtemodell für den Ort Hude, das die ungezügelte Lückenbebauung in geordnete Bahnen lenken soll, steht zur Beschlussfassung an. Es geht um die Verkaufspreisgestaltung für das neue Baugebiet in Hude und um die Benennung der dortigen Planstraße. Eine Änderung des Bebauungsplanes Nr. 7 e „Hude II - Klosterweg/An der Weide/Königstraße/Jägerstraße“ steht auf der Tagesordnung. Es geht um die Ausübung des gesetzlichen Vorkaufsrechts für ein Flurstück und weitere Themen. Einwohnerfragestunden sind vorgesehen.
