WUPPERTAL/BERLIN - WUPPERTAL/BERLIN/DPA - Die FDP in Nordrhein-Westfalen hat knapp ein Jahr nach dem Erfolg bei der Landtagswahl ihren Vorsitzenden Andreas Pinkwart im Amt bestätigt. Der Düsseldorfer Innovationsminister erhielt auf einem Parteitag in Wuppertal 91,5 Prozent der Stimmen. Für Pinkwart stimmten 301 Delegierte, 18 votierten mit Nein, zehn enthielten sich. Vor zwei Jahren hatte er 81,2 Prozent der Stimmen erhalten.
Die Pinkwart-Stellvertreterinnen Angela Freimuth und Gisela Piltz sowie Schatzmeister Paul Friedhoff wurden ebenfalls wiedergewählt.
Für mögliche Strafen in der Finanzaffäre ihres früheren Landesvorsitzenden Jürgen Möllemann hat die NRW-FDP fast zwei Millionen Euro zurückgestellt. Im vergangenen Jahr seien noch einmal 420 000 Euro an zweifelhaften Einnahmen aufgetaucht, sagte Friedhoff. Daher sei die Risikovorsorge für Sanktionen auf 1,95 Millionen Euro erhöht worden.
Der FDP-Vorsitzende Guido Westerwelle hat am Montag auch den Fraktionsvorsitz im Bundestag übernommen und eine angriffslustige Opposition angekündigt. Gerade in Zeiten einer Großen Koalition sei die demokratische Kontrolle der Regierung besonders wichtig, sagte Westerwelle in Berlin. „Mit unserem Parteitag in Rostock in zehn Tagen und dem Wechsel an der Fraktionsspitze wollen wir die Schlagkraft der stärksten Opposition bündeln und erhöhen.“
