• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Politik

Studie: Zahl ermordeter Christen steigt

13.01.2016

Kelkheim Verfolgung, Zwangsarbeit und Folter: In keinem Land der Erde werden Christen wegen ihres Glaubens laut einer Studie stärker verfolgt als in Nordkorea. Im Weltverfolgungsindex 2016 des christlichen Hilfswerks „Open Doors“ belegt das Land bereits im 14. Jahr hintereinander den Spitzenplatz. Es folgen Irak, Eritrea, Afghanistan, Syrien, Pakistan, Somalia, Sudan, Iran und auf Platz zehn Libyen.

Insgesamt habe sich die Zahl der wegen ihres Glaubens ermordeten Christen und der attackierten oder zerstörten Kirchen seit dem Vorjahr in etwa verdoppelt. „Open Doors“ zählt dabei nach eigener Aussage jeweils nur die aus Glaubensgründen belegten Taten, die der Organisation gemeldet wurden – also etwa nicht zwingend Kriegsopfer in Syrien. Im Berichtszeitraum 2015 wurden demnach 4344 Christen ermordet sowie 1062 Kirchen angegriffen. Im Berichtszeitraum 2016 waren es 7100 ermordete Christen und 2406 attackierte Kirchen. Im Weltverfolgungsindex der überkonfessionellen Organisation werden die 50 Länder aufgeführt, in denen Christen aufgrund ihres Glaubens am stärksten verfolgt und benachteiligt werden. Insgesamt setzt sich „Open Doors“ in rund 60 Ländern für verfolgte Christen ein.

In Nordkorea hat Diktator Kim Jong Un sein System zum Aufspüren von Christen weiter verstärkt, erklärte das Hilfswerk. Auch die Fluchtmöglichkeiten nach China seien durch zusätzliches Militär und Schutzzäune eingedämmt worden.

In 35 der 50 Länder des Weltverfolgungsindex sei der islamische Extremismus die Haupttriebkraft der Verfolgung von Christen. Großen Anteil daran hätten islamistische Gruppen wie Boko Haram, Al-Shabaab und die Terrormiliz Islamischer Staat (IS).

„Christen sind die größte verfolgte Glaubensgemeinschaft weltweit“, erklärte Markus Rode, Leiter von „Open Doors Deutschland“. „Angesichts eines Exodus von Christen aus dem Nahen Osten und einer Verfolgung im Stil ethnischer Säuberung, die auch auf Afrika übergreift, müssen Politiker und Kirchen ihre Anstrengungen zum Schutz und zur Unterstützung verfolgter Christen deutlich verstärken.“

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.