Zetel - Der Rat der Gemeinde Zetel hat sich am Donnerstagabend mit dem Thema Ehrenamtskarte beschäftigt. Die Zetelerin Ellen Evers hatte die Einführung einer Ehrenamtskarte in der Gemeinde angeregt – deswegen stand das Thema auf der Tagesordnung im Rat. Mit dieser Karte sollen Ehrenamtliche für ihr Engagement mit Vergünstigungen etwa bei Eintrittsgeldern (Schwimmbad, Schulmuseum, Kulturveranstaltungen und anderen) belohnt werden.
„Leider ist es in der heutigen Zeit immer schwerer, Personen für das Ehrenamt zu motivieren“, schreibt Ellen Evers in ihrer Anregung. Mit einer Ehrenamtskarte könnte ein Anreiz für die ehrenamtliche Tätigkeit geschaffen und den Ehrenamtlichen gedankt werden.
Erster Gemeinderat Bernd Hoinke hat die Ratsmitglieder darüber informiert, wie eine Ehrenamtskarte funktioniert: Es muss vorab eine gemeinsame Erklärung zwischen Gemeinde und das Land Niedersachsen getroffen werden. Die Gemeinde übernimmt die Koordinierung, das heißt, sie prüft die Anträge. Und der Umfang des bürgerschaftlichen Engagements muss wöchentlich mindestens fünf Stunden beziehungsweise 250 Stunden im Jahr betragen und seit drei Jahren ausgeübt und fortgeführt werden.
Nun soll das Thema im öffentlichen Jugend- und Sozialausschuss auf die Tagesordnung kommen. Dann werden die Politiker darüber sprechen, ob sie die Einführung einer Ehrenamtskarte für sinnvoll halten und was für Vergünstigungen es für Ehrenamtliche geben könnte.
