ZETEL - „Ich halte das für einen ganz spannenden Versuch.“ Dies hat Zetels Bürgermeister Heiner Lauxtermann zur Einrichtung eines Jugendbeirats in der Gemeinde Zetel betont. Einen entsprechenden Antrag hatte die SPD-Fraktion gestellt. Diesen Antrag und den entsprechenden Vorschlag der Verwaltung haben die Mitglieder des Schul-, Jugend- und Sozialausschusses der Gemeinde unter dem Vorsitz von Christian Keller jüngst einstimmig zur Beratung in die Fraktionen verwiesen.

„Es ist eine allgemeine Müdigkeit in Sachen Politik bei Jugendlichen festzustellen“, meinte Hans Bitter (SPD), stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses. Bei der Einrichtung eines Jugendbeirats gehe es noch um den Inhalt. „Dem Weg würde ich folgen. Dann sehen wir, ob es klappt. Es ist einen Versuch wert.“

Nach Ausführungen von Lauxtermann sollten möglichst alle Jugendlichen erreicht werden, um dann in Form eines Jugendparlaments mitzuwirken. Entsprechende Beispiele gebe es bereits in Friedeburg und Esens. Das Jugendparlament solle auch entsprechende Möglichkeiten erhalten, so zum Beispiel ein kleines Budget, Vortragsrecht in Fachausschüssen und das Recht, sich im Gemeinderat einzubringen. In welcher Form die Mitwirkung genau erfolgen soll, wäre noch zu diskutieren.

Aus Sicht der Verwaltung sollten für den Jugendbeirat möglichst Jugendliche im Alter vom elften bis zum 18. Lebensjahr gewonnen werden, die ihr politisches Engagement in der Gemeinde einbringen können. Ulf Lange (CDU) regte an, den Beirat auch schon für neun- und zehnjährige Kinder zu öffnen.

„Es ist ein Vorschlag für 2013“, sagte Lauxtermann. „Es braucht Vorlauf, um junge Leute anzusprechen.“ Es gelte aber schon jetzt, über die Einrichtung eines Jugendbeirats zu entscheiden und diese bei Befürwortung vorzubereiten.

Jörg Mondorf (CDU) findet die Idee für die Einrichtung eines Jugendbeirats „sehr gut“, wie er sagte. Es gelte, jungen Menschen den Einstieg in die Politik zu erleichtern, um in der Zukunft nicht noch Leute für die Politik zu verlieren.