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NWZonline.de Nachrichten Politik

Videokonferenz-Dienst Zoom: Vom Virus-Gewinner zum Verlierer

09.04.2020

Die Videokonferenz-App Zoom ist der große Aufsteiger in der Coronavirus-Krise: Binnen weniger Wochen schnellte die Zahl der Nutzer von 10 auf 200 Millionen pro Tag hoch. Und genauso schnell landete die Firma aus San Francisco am Datenschutz-Pranger. Kaum ein Tag verging, ohne dass neue Sicherheitslücken oder zweifelhafte Entscheidungen zur Privatsphäre bekannt wurden.

Kunden wie der Elektroautobauer Tesla und die Raumfahrtfirma SpaceX sprangen ab. New York wies Schulen an, schnell auf Microsofts Konkurrenzdienst Teams umzusteigen. Und auch Behörden in Taiwan sollen Zoom wegen Sicherheitsbedenken nicht mehr nutzen.

Zoom gibt es seit mehr als acht Jahren, die Firma war an der Börse schon vor dem krisenbedingten Aufschwung rund 20 Milliarden US-Dollar wert – inzwischen sind es rund 34 Milliarden Dollar (gut 31 Mrd. Euro). Der Fokus auf das Geschäft mit Unternehmen sorgte allerdings dafür, dass Zoom dem breiten Publikum unbekannt blieb.

Für den sichtbarsten Ärger sorgte schnell das „Zoombombing“, bei dem Fremde in Videokonferenzen eindringen. Das ist einfach, wenn der Link zur Einwahl oder die Konferenz-ID bekannt sind – und der Organisator keinen Warteraum mit manuellem Einlass oder ein Passwort eingerichtet hat. „Zoombombing“ mag nach harmlosen Streichen klingen, aber das war es nicht: So wurden Gottesdienste und Schulstunden in den USA mit rassistischen Schimpftiraden oder dem Vorzeigen von Nazi-Symbolen unterbrochen.

„Zoom ist bei der Sicherheit bestenfalls schlampig und schlimmstenfalls bösartig“, kritisiert der Kryptografie-Fachmann Bruce Schneier. „Die Verschlüsselung bei Zoom ist schrecklich.“ Unter den diversen anderen Problemen waren die ungefragte Weitergabe von Daten an Facebook, das willkürliche Gruppieren von Nutzern mit demselben E-Mail-Dienst, die Umleitung mancher Konferenzen über Server in China und die Möglichkeit, Webadressen zu erraten, unter denen einige Aufzeichnungen von Zoom-Konferenzen gespeichert sind. Firmenchef Yuan kündigte an, in den nächstren drei Monaten statt der Einführung neuer Funktionen die Schwachstellen stopfen zu wollen.

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