Wardenburg - Aus drei mach’ wieder vier: Seit dem 1. Januar ist die Wardenburger Gemeindeverwaltung erneut in vier Ämter aufgeteilt. Nach einem mehrjährigen Versuchszeitraum mit nur drei Ämtern ist man im Rathaus nun auf die für Wardenburgs Größe übliche Vierteilung zurückgekehrt. Damit verbunden ist die Besetzung einer weiteren Amtsleiterstelle.
Ihren ersten Arbeitstag hatte am Montag Marion Schröder. Die 46-Jährige leitet künftig das Amt „Soziales und Ordnung“. In ihren Zuständigkeitsbereich fallen unter anderem die Kindertagesstätten, das Jugendzentrum und die Feuerwehren. Die bisherige Sozialamtsleiterin Andrea Biller führt nun die Kämmerei und kümmert sich zudem um die Bereiche Wirtschaftsförderung und Grundstückangelegenheiten. Bauamtsleiter bleibt Frank Speckmann und auch das Amt für Bürgerservice, Bildung und interne Angelegenheiten bleibt in den Händen von Wolfgang Arians.
„Die Aufteilung in drei Ämter hatte eine Überbelastung in der Amtsführung zur Folge“, erklärte Bürgermeisterin Martina Noske die Rückkehr zum alten Vier-Ämter-Modell. Die Menge an Terminen sei in so einer kleinen Verwaltung wie der Wardenburger von drei Personen nicht mehr zu leisten gewesen. Und so habe jedes der drei Ämter einige seiner Aufgaben ans neue Amt abgegeben.
Marion Schröder war zuvor bei der Stadt Bassum tätig, wo ihr im Jahr 2012 bereits die Leitung des Fachbereichs Ordnung, Soziales, Sport und Schulen übertragen worden war. Ihre Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten hatte Marion Schröder, die in Beckeln (Samtgemeinde Harpstedt) wohnt, bei der Stadt Wildeshausen absolviert. Im Anschluss daran erfolgte die Ausbildung für den gehobenen allgemeinen Verwaltungsdienst bei der damaligen Bezirksregierung Weser-Ems in Oldenburg. Nach ihrem Abschluss zur Diplom-Verwaltungswirtin erfolgte die Weiterbeschäftigung bei der Bezirksregierung. 2002 wechselte die Mutter von zwei inzwischen elf- und 14-jährigen Kindern nach Bassum, wo sie anfänglich als Sachbearbeiterin im Sozialamt tätig war.
Die Wiedereinführung der vierten Gemeindeamtsrat-Stelle (Besoldungsgruppe A 12) war im Gemeinderat nicht unumstritten. Im Nachtragshaushalt 2014 war die zusätzliche Vollzeitstelle im Stellenplan aufgetaucht, ohne ihre Schaffung im Vorfeld ausführlich zu erläutern, was einige Ratsmitglieder kritisierten.
