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NWZonline.de Region

Die besten 10 Serien 2019 auf Netflix und Amazon

18.12.2019

Oldenburg Unsere Zeit ist zu kostbar für schlechte Serien, und in der großen Zeitverschwendungsmaschinerie der Streamingdienste sind die Juwelen mal mehr, mal weniger versteckt. In einer kleinen, aber feinen Runde stöbern die NWZ-Mitarbeiter Karen Haller, Anna-Lena Sachs, Andre Mentrop und Timo Ebbers die Schmuckstücke aus all dem Ramsch heraus und sprechen im Podcast PrimeflixNow! darüber. Hier stellen wir Ihnen daraus die zehn besten Serien des Jahres 2019 auf Netflix und Amazon vor.

1. Fleabag, 2. Staffel auf Amazon

Schlau, lustig, tragisch, sexy: „Fleabag“ ist auch in der zweiten Staffel die beste Serie des Jahres. Es geht um den Lebensschlamassel einer ziemlich normal-verrückten Frau Anfang 30 in London. Zwischen Partnerschaft, Familie, Freundschaft und Sex gerät Fleabag in immer neue Kalamitäten. Doch auch wenn die Episoden brüllend komisch sind, lernen wir einen sensiblen, berührenden Charakter kennen. Viele Serien spielen mit der sogenannten „Vierten Wand“, also der direkten Ansprache von Serienfiguren an die Zuschauer, aber keine so brillant wie „Fleabag“. Die erste Staffel hat schon Maßstäbe gesetzt, die zweite dreht die Geschichte nun weiter. Diesmal verliebt sich Fleabag in einen Priester und steht vor der Frage: Bringt das die Erlösung – oder nur noch mehr Schlamassel?

Ein Geheimtipp ist „Fleabag“ längst nicht mehr. In diesem Jahr gewann die Serie sechs Emmys. Autorin und Hauptdarstellerin Phoebe Waller-Bridge, die bereits mit ihrer Thriller-Serie „Killing Eve“ überzeugte, ist inzwischen die größte Hoffnung auf eine Frischzellenkur selbst für den gestrigsten aller Serienhelden: James Bond. Nach dem kreativen Offenbarungseid des letzten Abenteuers „Spectre“ durfte Phoebe Waller-Bridge die Mission übernehmen, das neue 007-Drehbuch aufzupeppen.

2. The Boys, 1. Staffel auf Amazon

Schlau, lustig, böse, brutal: „The Boys“ ist eine Offenbarung für alle, die das Superheldeneinerlei auf der großen Leinwand satt haben. Die Vermarktung der Capeträger wird hier nach Vorlage des gleichnamigen Comics bitterböse aufs Korn genommen, denn „The Boys“ spielt in einer Welt, in der „Die Sieben“ Medienstars im Dienste eines zwielichtigen Konzerns sind. Hinter den Kulissen entpuppen sich die Helden als Perverslinge, die ihre Superkräfte vor allem zu ihrem eigenen Nutzen einsetzen. „The Boys“ sind dagegen eine Truppe von Normalos, die ihnen das Handwerk legen wollen. Die Serie treibt die Geschichte in blitzgescheiten Wendungen voran und ist erstklassig besetzt. Elisabeth Shue („Zurück in die Zukunft“, „Leaving Las Vegas“) brilliert als eiskalte Konzernstrategin, in Nebenrollen tummeln sich unter anderem Simon Pegg und Haley Joel Osment. Eine kleine Warnung muss aber sein: Im Gegensatz zu den oft runtergekitschten Kino-Superhelden setzt „The Boys“ auf brutale Comicgewalt und ist deshalb nichts für Kinder.

3. How to sell drugs online (fast), Netflix, 1. Staffel

Locker, lustig, unbeschwert: Ja, auch so können deutsche Serien sein. Während Tom Tykwer mit seiner „Babylon - Berlin“-Reihe einen Coup des historischen Gigantomanismus feiert, bleibt dieser bunte Schabernack mit beiden Beinen fest auf dem Schulhof: Moritz und Lenny sind zwei Nerds, die im Netz das große Geschäft machen wollen und einen Versandhandel für Partydrogen gründen. Man muss gar nicht wissen, dass sich die Serie an den wahren Fall eines 18-Jährigen anlehnt, der als „Shiny Flakes“ diese Idee in die Tat umsetzte. Und man muss auch nicht auf die Goldwaage legen, ob die Serie nun Schulhofdrogen in zu bunten Farben malt oder eine kritische Haltung einnimmt. „How to sell drugs online (fast)“ ist leichtfüßige, unbekümmerte Unterhaltung und gerade deshalb eine große Überraschung unter den deutschen Serien. Der wunderbare „Tatortreiniger“ Bjarne Mädel darf einen gefährlichen Drecksack spielen und ist allein das Zuschauen wert.

4. Love, Death & Robots, 1. Staffel auf Netflix

Philosophisch, fies, fantastisch: Der Geheimtipp des Jahres läuft auf Netflix, ist fast vollständig animiert und bietet anstelle einer großen Geschichte viele kleine Episoden, ja manchmal nur Bruchstücke. Mal geht es um drei Roboter, die nach der Apokalypse auf den Spuren der Menschheit vor sich hin philosophieren, mal um eine irre Verfolgungsjagd zu einem surrealen Mordfall, mal um blutige Auseinandersetzungen zwischen mental gesteuerten Kampfmaschinen. Nichts wird lange erklärt; der Weg zur Pointe ist kurz und lässt viel Raum zum Sinnieren über Technik, Zeit und Schicksal. Doch Vorsicht: Auch diese Serie wird zu Recht ab 18 empfohlen, weil einige Episoden doch recht drastisch einer comichaften Gewalt frönen.

5. The Kominsky Method, 2. Staffel auf Netflix

Schlagfertig, hochklassig, weise: „The Kominsky Method“ ist die Hollywoodschaukel unter unseren Serien des Jahres. Oscarpreisträger Michael Douglas („Wall Street“) spielt Sandy Kominsky, einen in die Jahre gekommenen Schauspieler und Leiter einer Schauspielschule. Oscarpreisträger Alan Arkin („Little Miss Sunshine“) spielt seinen besten Freund, den Witwer und früheren Agenten Norman Newlander. Wer Michael Douglas nur als manischen Lüstling der 1980er und 90er Jahre kennt, wird hier eine völlig andere Seite des Stars entdecken: Sanft, lebensklug und schlagfertig stellt er sich seinem grimmigen Co-Star in hochklassigen Dialog-Duellen. Chuck Lorre, Schöpfer von Hits wie „Two and a half Men“ und „The Big Bang Theory“, hat diesen Spaß ausgeheckt. Ein glänzende Comedy-Serie über die Nöte des Alterns und der Schauspielkunst, wunderbar stimmig produziert.

6. Good Omens, 1. Staffel auf Amazon

Es ist wohl eine der schönsten Liebesgeschichten, die das Jahr 2019 hervorgebracht hat: Good Omens. Die Serien-Verfilmung des gleichnamigen Romans von Neil Gaiman und Terry Pratchett (1948-2015) räumt die Vorlage auf und legt den Fokus stärker auf die Charaktere des Dämons Crowley (David Tennant) und des Engels Erziraphael (Michael Sheen). Beide kennen sich seit dem Garten Eden und wurden über die Jahrtausende zu Freunden. Jetzt müssen sie zusammen den Weltuntergang verhindern.

Die sechsteilige Amazon-Serie behält die quirkiness des Romans bei. Tennant und Sheen spielen ihre schrägen Charaktere so liebevoll und nuanciert, dass es ein Vergnügen ist, ihnen zuzuschauen. Die Liebe, die beide miteinander verbindet, auch wenn Crowley und Erziraphael das nie zugeben würden, spricht aus jedem Dialog, jeder Bewegung. Aber auch über die Charaktere hinaus überrascht die Serie mit fantastischen Bildern, die es auch vermögen, subtil mit cineastischen Klischees zu brechen. Wer Good Omens gelesen hat, der muss die Serie einfach lieben. Und wer das Buch nicht kennt, wird es sich nach der letzten Folge garantiert bestellen.

7. Dark, 2. Staffel auf Netflix

Rätselhaft, sperrig, phänomenal: „Dark“ hat mit der zweiten Staffel einen Welterfolg gelandet, und das, obwohl die Verzwickungen verschiedener Zeitebenen mit Atomkraft und drohendem Weltuntergang die Hirne eines normalsterblichen Zuschauers zum Platzen bringen müssten. Aber von Anfang an: In der Kleinstadt Winden verschwinden Kinder. Nach diesem mysteriösen Auftakt in der ersten Staffel entfalten sich die Beziehungen der Kleinstädter über mehrere Zeitebenen hinweg. Kompliziert wird das ganze, weil in Winden Zeitreisen möglich sind und zunächst keiner weiß, wer auf welche Weise in welche Zeit geraten ist.

Ging die erste Staffel als erste komplett-deutsche Netflix-Produktion noch als Achtungserfolg durch, begeisterte die zweite Staffel die Zuschauer vollkommen und erlangte Top-Wertungen in mehreren Onlineportalen. Das ist dem hervorragendem Handwerk von Regisseur Baran bo Odar und Autorin Jantje Friese zu danken, die schon mit dem Thriller „Who Am I“ internationale Klasse gezeigt haben. Zudem treibt ein starkes Darstellerensemble die Fantasy-Geschichte jederzeit mit voller Energie voran. Der Vergleich mit dem US-Hit „Stranger Things“ ist trotz jugendlicher Hauptfiguren und einer Zeitebene in den 1980er Jahren aber irreführend: „Dark“ ist viel düsterer und komplexer.

8. The Politician, 1. Staffel auf Netflix

Bunt, überdreht, engagiert: „The Politician“ gibt uns wieder Hoffnung, nachdem „House of Cards“ durch den Real-Satiriker Donald Trump und den MeToo-gestürzten Kevin Spacey ins Unappetitliche abgerutscht ist. Held der Serie ist Payton Hobart, ambitionierter Adoptivspross einer reichen Familie in Santa Barbara. Das Präsidentenamt hat der Eliteschüler seit Kindertagen fest im Visier, nun stehen zwei wichtige Schritte an: Die Wahl zum Schülersprecher und die Aufnahme in Harvard. Payton ist bereit, tief in die Trickkiste zu greifen, um die Wahl an seiner Schule zu gewinnen. Doch je schmutziger die Tricks, desto größer die persönlichen Verluste.

So wird das House-of-Cards-Prinzip ins Gegenteil verkehrt: Während Frank Underwood vom Staatsdiener zur politischen Bestie mutiert, entdecken Payton und seine Crew, dass der Zynismus sie moralisch und seelisch zerstört. Den Serienprofis Ryan Murphy und Brad Falchuk ist nach „Glee“, „American Horror Story“ und „American Crime Story“ auch mit „The Politician“ ein intelligentes Stück Unterhaltung gelungen. Das überragend gecastete Darstellerensemble – darunter Stars wie Gwyneth Paltrow und Jessica Lange – haucht den Charakteren Leben ein und bringt die Satire trotzdem jederzeit auf den Punkt.

9. Dead to me, 1. Staffel auf Netflix

Launisch, lustig, überwältigend: In „Dead to me“ darf Christina Applegate endlich zeigen, was für eine tolle Schauspielerin sie ist. Viel Glück bei der Rollenwahl kann man der früheren Kelly aus „Eine schrecklich nette Familie“ ja nicht nachsagen. Hier liefert sie eine spektakuläre Leistung als Immobilienmaklerin Jen Harding ab, die den plötzlichen Unfalltod ihres Mannes überwinden muss und in einer Trauergruppe auf die etwa gleichaltrige Judy trifft (ebenfalls großartig: Linda Cardellini). Zusammen gehen sie durch Himmel und Hölle, wobei Christiana Applegate trauern und fluchen darf, dass es eine Freude ist. Die eine oder andere kleine Schwäche im Drehbuch verzeiht man da gern.

10. Sex Education, 1. Staffel auf Netflix

Schräg, lustig, ungehemmt: „Sex Education“ ist einer der Überraschungshits 2019 auf Netflix. Held der Serie ist der Schüler Otis Milburn, dessen Mutter eine bekannte Sextherapeutin ist. Leider hilft ihm das in der Liebe überhaupt nicht. Mit seinem schwulen Kumpel Eric gehört er zu den Prügelknaben auf dem Schulhof. Doch als die wilde Schulhofschönheit Maeve entdeckt, dass sich mit Otis als Sexratgeber für die Nöte der Mitschüler Geld machen lässt, kommt Bewegung in Otis’ sonst eher tristes Dasein.

Offensichtlich hat das Darstellerensemble einen Riesenspaß zusammen. Dazu gehört auch „Akte X“-Star Gillian „Scully“ Anderson, die ihre Rolle als begierige Sextherapeutin genüsslich auskostet. Der Funke springt auch zu uns Zuschauern über: „Sex Education“ ist einfach ein großer Spaß.

Timo Ebbers Ltg. / Online-Redaktion
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