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NWZonline.de Nachrichten Politik Meinung Pro & Kontra

Pro&contra über Werders Trainer: An Kohfeldt festhalten?

19.02.2020

Bremen Hauke Richters über die Stärke des Trainers

Okay, ich habe gleich keine Chance mehr, auf die Argumente meines Nebenmannes zu antworten. Schließlich lesen die meisten Menschen bei zwei gleich großen, nebeneinander stehenden Texten erst den linken und dann den rechten. Daher nehme ich dem Kollegen Blancke hiermit schon jetzt den Wind aus den Segeln:

In welchen Phasen werden die größten Fehler gemacht? Richtig, im Erfolg. Diese Redewendung schützt Florian Kohfeldt natürlich nicht davor, in den vergangenen Wochen im Abstiegskampf – also im Misserfolg – auch falsche Entscheidungen getroffen zu haben. Dennoch bin ich überzeugt: Dieser Mann hat die Fähigkeit, Werder zum Klassenerhalt zu führen. Er hat während seiner Amtszeit bereits bewiesen, dass er seine Spieler erreichen, motivieren und besser machen kann. Und der aktuelle Misserfolg wird auch ihn besser machen, denn in solchen Phasen ist der Lerneffekt am größten.

Jetzt einen harten Hund zu holen, der dem Team im Abstiegskampf Beine macht, wäre töricht. Werder besitzt nämlich eine im Profifußball seltene Gabe. Seit Jahrzehnten setzt das Führungspersonal erfolgreich darauf, Erneuerungen behutsam von innen heraus zu gestalten. Und für eine Erneuerung in schwieriger Phase ist der intelligente Kohfeldt weiterhin der Richtige.

Lars Blancke über die Schwäche des Trainers

Ich halte Florian Kohfeldt für einen sympathischen, authentischen, qualifizierten Trainer und hätte so eine Talfahrt unter ihm nicht erwartet. Aber: Ein „Weiter so“ kann es nach dieser historisch schlechten Saison nicht geben – auch, weil Kohfeldt selbst zu viele Fehler gemacht hat:

1. Der Coach hat die miesen Resultate zu lange schöngeredet. Immer wieder hieß es: Wir haben gut gespielt, es kommen Verletzte zurück, das wird schon werden. Heißt: Kohfeldt hat die Lage unterschätzt!

2. Er bekommt die Abwehr nicht in den Griff. Es ist Aufgabe eines Trainers, seine Elf etwa bei Standards so gut einzustellen, dass sie nicht immer die gleichen Fehler macht. Überdies kündigte Kohfeldt an, dass Werder unter ihm offensiv, attraktiv, mutig spielen werde. Davon ist schon sehr lange nichts mehr zu sehen!

3. Der Trainer ist maßgeblich an der Zusammenstellung des Kaders beteiligt. Er trägt eine Mitschuld, dass Werder teils überaltert und mit vielen bereits zuvor verletzungsanfälligen Profis aufgestellt ist!

4. Das Kurz-Trainingslager zuletzt kam zu einem völlig falschen Zeitpunkt. In Leipzig ist Werder selbst in Topform in 9 von 10 Spielen ohne Chance. Warum diese „Patrone“ vor so einem Spiel verschießen?

Die Garantie, dass ein anderer Coach es besser macht, hat kein Verein. Es wäre aber fahrlässig, dies nicht zu versuchen.

Hauke Richters Leitung / Sportredaktion
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