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NWZonline.de Sport Weitere Radsport

ARD und ZDF steigen vom Rad

17.10.2008

HAMBURG /LEIPZIG Die Wertigkeit des Produktes Radsport in den Medien und in der Wahrnehmung der Öffentlichkeit hat einen heftigen Schlag bekommen, von dem sich die Sportart vielleicht nicht so schnell erholen wird. Nach dem Dopinggeständnis des Gerolsteiner-Fahrers Bernhard Kohl und dem Dopingverdacht gegen seinen Teamgefährten Stefan Schumacher steigen die Fernsehsender ARD und ZDF aus der Live-Berichterstattung der Tour de France im kommenden Jahr aus.

„Die Intendanten sind stinkwütend, zumal Kohl zu der neuen und sauberen Generation im Radsport gezählt wurde“, erläuterte ARD-Sprecher Peter Meyer den „einstimmigen Beschluss“. Über die rechtlichen Konsequenzen wollen ARD und ZDF mit der Europäischen Rundfunk Union (EBU) sprechen. Beide Sender wollen aber in Kurzberichten in ihren Nachrichten- und Sportsendungen weiter über die bedeutendste Radsport-Veranstaltung der Welt berichten. Der Sender Eurosport will dagegen weiter Live-Bilder von der „Großen Schleife“ senden.

Als weitere Konsequenz aus der nicht abebbenden Doping-Welle wurde am Donnerstag die Deutschland-Tour für 2009 abgesagt. Zu diesem Schritt entschlossen sich die Gesellschafter der Deutschland-Tour GmbH, der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) und die Upsolut Event GmbH. Aufgrund der aktuellen Entwicklung im Profi-Radsport sehe man sich nicht mehr in der Lage, die Veranstaltung erfolgreich zu vermarkten und damit zu finanzieren. Auch das Rennen „Rund um den Henninger Turm“ in Frankfurt kämpft ums Überleben.

Das Nordmilch-Unternehmen in Bremen hält noch am Sponsoring des Teams Milram fest. Gleichwohl werde aber 2009 die Situation neu bewertet. Eine Garantieerklärung für eine Erfüllung des bis 2010 datierten Vertrages gibt es demnach nicht. Es ergebe sich die Notwendigkeit, den Wert des Sponsoringengagements neu zu beurteilen, so Marketingchef Martin Mischel am Donnerstag.

Unterdessen äußern Politiker immer stärker ihren Unmut. „Jetzt muss ein Stopp-Signal kommen“, sagte der Stellvertretende Sportausschuss-Vorsitzende Peter Rauen. Der BDR signalisierte bereits Bereitschaft zur Kooperation, nachdem Politiker gefordert hatten, dem Verband die Mittel für 2009 zu sperren oder sogar zu streichen. Verbandschef Rudolf Scharping soll vor dem Sportausschuss des Bundestages zur Anti-Doping-Politik des BDR Stellung beziehen.

Radprofi Linus Gerdemann warnte indes vor einer Streichung der Fördermittel, die „auch dem Nachwuchs auf die Füße fallen würde. Das wäre alles andere als sinnvoll.“

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