• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Sport Weitere Radsport

Mutiger Martin muss Südafrikaner ziehen lassen

15.07.2019

Brioude Direkt hinter der Ziellinie empfing Marcel Kittel seinen Freund Tony Martin nach einem tapferen Ausreißversuch, doch auch am neunten Tag gab es für die deutschen Radprofis nichts zu feiern. Stattdessen ging die große Radsport-Fete der Grande Nation am Nationalfeiertag weiter. Als der südafrikanische Tagessieger Daryl Impey längst feststand, bestritt der gefeierte Julian Alaphilippe ganz gemütlich die letzten Kilometer nach Brioude und scherzte mit seinen Landsleuten. „Es ist unglaublich, dieses schöne Trikot zu tragen“, sagte er.

Mit seiner erneut wilden Attacke hatte der Franzose sein Land bereits am Samstag beglückt und sich selbst zurück ins Gelbe Trikot gebracht. „Wenn man das Trikot hat, will man es nicht mehr hergeben“, sagte Alaphilippe. Sein Tag in Gelb glich einer kleinen Triumph-Fahrt. Von einem „berauschenden Zustand“ schrieb gar die Sport-Zeitung „L’Equipe“.

Dank Publikumsliebling und Mitfavorit Thibaut Pinot dürfen die Gastgeber zudem vom ersten Gesamtsieg seit 34 Jahren träumen. Am Samstag hatte das Duo den weiteren Favoriten mit einer mutigen Attacke einige Zeit abgenommen. „Die französische Allianz. Sie haben dem französischen Radsport Ehre erwiesen“, schrieb die „L’Equipe“. Auch der Sieg des Südafrikaners Impey am Sonntag konnte die Party in blau, weiß und rot nicht stoppen. Die deutschen Radprofis um Martin, der am Sonntag als Letzter einer Ausreißergruppe 15. wurde, müssen weiter warten.

Nach einem kräftezehrenden Samstag ließen die Teams am Sonntag eine Fluchtgruppe um Zeitfahr-Spezialist Martin gehen, die sich schnell einen Vorsprung von zehn Minuten herausfuhr. Etwa 40 Kilometer vor dem Ziel wurde die Gruppe gesprengt, der Österreicher Lukas Pöstlberger riskierte ein Solo, wurde aber am Schlussanstieg eingeholt. Stattdessen siegte Impey vor Tiesj Benoot (Belgien) und Jan Tratnik (Slowenien).

„Ich hatte keine Probleme in der Gruppe, aber im Finale war ich doch relativ müde. Es hätte definitiv nicht für ganz vorne gereicht“, analysierte Martin. Die Deutschen sind damit nach neun Etappen noch sieglos, das gab es seit 2011 nicht mehr – damals gewann André Greipel im Anschuss die 10. Etappe.

Früh überschattet wurde das neunte Teilstück von einem schweren Sturz des Italiener Alessandro De Marchi. Er stürzte nach wenigen Kilometern, lag zunächst regungslos auf dem Boden und wurde anschließend mit dem Krankenwagen abtransportiert. Er trug einen Bruch des Schlüsselbeins sowie einer Rippe, Lungenquetschung, Prellungen sowie eine Fleischwunde über der Augenbraue davon.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.