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NWZonline.de Sport Weitere Radsport

Erik Zabel ergreift ausgestreckte Hand

30.05.2007

BREMEN /GARMISCH Der Bremer Hauptsponsor Nordmilch behielt sich weitere Sanktionen vor. Die Organisatoren in Bayern wiesen Kritik an Zabels Start zurück.

Von Olaf Ulbrich

Im Januar hat sich Radprofi Erik Zabel mit seinen Kollegen vom Team Milram noch von der Reinlichkeit in der Käserei des Hauptsponsors Nordmilch in Edewecht (Kreis Ammerland) überzeugt. „Eine kleine Verunreinigung und die Produktion eines Tages ist hin“, wusste er damals zu berichten. Knapp fünf Monate später setzte er mit seiner Doping-Beichte die Produktivität seines in Bremen ansässigen Rennstalls sowie die eigene Karriere aufs Spiel. Der Schmutzfleck: Zabels Epo-Doping im Jahre 1996, als er noch für das Team Telekom gefahren war.

In stundenlangen Sitzungen und Gesprächen mit dem einstigen Vorzeige-Athleten haben am Dienstag in Bremen die Team-Leitung sowie die Sponsoring-Spitze beschlossen: Zabel darf seinen Vertrag erfüllen – zumindestens vorerst. „Ob Zabel seinen Dreijahresvertrag komplett bis Ende 2008 erfüllen wird, wird Ende dieses Jahres entschieden“, teilte Milram in einer Presseerklärung mit.

Zabel akzeptierte und ergriff die ausgestreckte Hand seiner Chefs. „Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich weiterhin für das Team fahren darf“, sagte der sechsmalige Gewinner des Grünen Trikots des Sprintbesten bei der Tour de France. Dennoch sei ihm bewusst, dass er nur auf Bewährung fahre. „Der Vorfall wird noch zu Sanktionen für Erik Zabel führen, die wir ihm in den nächsten Wochen mitteilen“, kündigte Nordmilch-Vorstand Martin Mischel an.

Bereits an diesem Mittwoch sitzt Zabel bei der Bayern-Rundfahrt wieder im Sattel. „Wir freuen uns auf ihn“, sagte Chef-Organisator Ewald Strohmeier. Gegenüber der NWZ wies er einen Tag vor Beginn der Tour in Garmisch-Patenkirchen die Kritik, einen entlarvten Doping-Sünder zum Zugpferd der Veranstaltung zu machen, entschieden zurück. „Man kann doch nicht einerseits Jan Ullrich verurteilen, dass er nichts sagt und andererseits diejenigen mit einem Startverbot belegen, die sich offenbaren“, verteidigte er Zabel.

Dennoch rechne Strohmeier mit Protesten: „Vor allem ältere Fahrer werden schimpfen.“ Möglicher Ärger lässt ihn aber kalt. „Das müssen die Teams intern klären. Mit ihnen haben wir Verträge geschlossen, nicht mit den Fahrern“, klärte Strohmeier auf. Dass jüngere Profis nicht mit Zabel fahren möchten, sei dagegen unwahrscheinlich. „Sie können von Erik doch noch viel lernen“, meinte Strohmeier.

Gerade die Nachwuchsarbeit liegt Zabel am Herzen und er betonte: „Im Team Milram haben wir seit dem vergangenen Jahr mit unseren jungen Fahrern sehr viel Leidenschaft für den sauberen Radsport aufgebaut.“

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