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NWZonline.de Sport Weitere Radsport

Erik Zabel mobilisiert Massen

17.01.2007

BREMEN Zabel fuhr im AWD-Dome zum Nulltarif. Die Zuschauerzahl stieg nach dem Einbruch im Vorjahr wieder auf 130 000 an.

Von Olaf Ulbrich BREMEN - „Ihr seid einfach sensationell“, strahlte Frank Minder gegen Mitternacht und nahm seine Gesamtsieger Erik Zabel und Bruno Risi fest in den Arm. Der Chef des Bremer Sechstagerennens wusste genau, was er vor allem dem Sprinterstar aus Unna zu verdanken hatte: „Er ist unser Zugpferd.“ Zabel zog die Massen buchstäblich an. 4000 Fans mehr als im Vorjahr zählte Minder am Dienstagabend beim Kassensturz. Insgesamt tummelten sich 130 000 Zuschauer bei der 43. Auflage der Sixdays. Minder: „Damit haben wir den Abwärtstrend erst einmal gestoppt.“

Wie ein Uhrwerk spulte der Vorzeigeprofi mit dem Spitznamen „Ete“ in den sechs Nächten insgesamt 1200 Kilometer ab und avancierte ab der ersten Runde auf dem 166 Meter langen Holzoval im AWD-Dome zum Publikumsliebling. „Die Stimmung hier ist einfach super“, zeigte Zabel sich begeistert und zahlte diese Sympathie mit gleicher Münze zurück.

Fleißig gab der 36-Jährige Autogramme und ließ sich sogar mit den Fans im Fahrerlager oder auf der Bahn fotografieren – und das alles zum Nulltarif. „Er fährt bei uns umsonst“, verriet Minder, der ansonsten nicht über die Gagen seiner Fahrer spricht. Der Grund: Der Bremer Molkerei-Konzern Nordmilch, Geldgeber von Zabels Rennstall Milram, stieg als Sponsor beim Sechstagerennen ein und stellte den Team-Kapitän sozusagen kostenlos ab.

Auch für die 44. Sixdays rechnen die Veranstalter mit Zabel. „Es müsste schon mit dem Teufel zugehen, wenn er 2008 nicht mit dabei ist“, ließ Nordmilch-Vorstandsmitglied Martin Mischel durchblicken. „Ich würde gerne wieder in Bremen fahren“, signalisierte auch Zabel.

Während im kommenden Jahr noch viele Stars fahren, kündigt sich für die übernächste Saison ein Generationswechsel an. Zabel, Bruno Risi (37) und Andreas Kappes (41) stehen vor dem Karriereende. Eine Gefahr, dass dadurch das Zuschauerinteresse sinken könnte, sieht Minder aber nicht. „Das haben wir schon oft gedacht“, gibt er zu. „Die radsportbegeisterten Bremer hatten aber stets ihren Liebling. Sie honorieren Leistung und nicht Namen.“

In der großen Finaljagd setzten sich nach einem dramatischen Verlauf Zabel/Risi gegenüber den Zweitplatzierten Guido Fulst/Leif Lamparter und den Dritten Robert Bartko/Iljo Keisse durch.

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