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NWZonline.de Sport Weitere Radsport

Radsport: Buchmann will Heimrennen genießen

29.08.2019

Hannover Tour-Held Emanuel Buchmann hat Bock auf seine Tour d’Honneur durchs Heimatland. „Ich freue mich richtig darauf, endlich wieder vor deutschem Publikum zu fahren“, sagte der Ravensburger, der einen Monat nach seiner herausragenden Frankreich-Rundfahrt die meisten Blicke auf sich ziehen wird.

Buchmann fährt auf den vier Etappen zwischen Hannover und Erfurt sein erstes großes Rennen seit dem vierten Tour-Gesamtrang – mit bescheidenen Erwartungen. „Die Strecke ist nicht für Bergfahrer gemacht. Das Profil kommt meinen Stärken nicht entgegen“, sagte Buchmann dem „Münchner Merkur“.

Also begibt sich Buchmann im Team Bora-hansgrohe freiwillig in die Helferrolle für Sprinter Pascal Ackermann. Aber auch so ist er neben Stars wie dem Briten Geraint Thomas, Frankreichs Liebling Julian Alaphilippe und dem Italiener Vincenzo Nibali ein kräftiger Farbtupfer. Die zweite Auflage der neuen Deutschland-Tour versammelt wie bei der Premiere etliche Top-Profis auf ihrem Streifzug entlang der früheren innerdeutschen Grenze und verspricht heiße Duelle auf Klassikerterrain.

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Für die Schlagzeilen soll Ackermann sorgen. „Er hat einige Chancen“, sagte Buchmann über den Pfälzer, der sich besonders auf dem Teilstück am Donnerstag nach Halberstadt etwas ausrechnet. „Wir wollen eine Etappe gewinnen, das ist unser großes Ziel“, betonte Ackermann.

Weil für den Kletterspezialisten Buchmann die Anstiege im Thüringer Wald am Sonntag nicht selektiv genug sind und Maximilian Schachmann noch seinen Handbruch von der Tour de France auskuriert, ist die Aussicht auf einen deutschen Gesamtsieg gering. Dafür kommen eher der Kasache Alexei Luzenko oder Belgiens Wunderkind Remco Evenepoel infrage.

Simon Geschke liebäugelt mit einem Top-Resultat, der Vorjahreszweite Nils Politt hat Außenseiterchancen. Der aufstrebende Lennard Kämna stapelt dagegen trotz seiner bemerkenswerten Auftritte in den Tour-Bergen tief. „Ich habe eine freie Rolle, aber ich weiß nicht, ob ich eine Chance auf den Gesamtsieg habe“, sagte der Sunweb-Profi.

Mit dem enormen Zuschauerzuspruch und attraktivem Wettstreit im Vorjahr begann die neue D-Tour den Weg, sich schnell wieder zu etablieren. Zwischen Hannover, Göttingen (Freitag), Eisenach (Samstag) und Erfurt soll im Herzen Deutschlands eine zweite Erfolgsgeschichte folgen. „Das Konzept ist gut angekommen“, findet Andre Greipel. Der Sprintroutinier aus Rostock wird versuchen, den favorisierten Ackermann in möglichen Massenankünften „ein bisschen zu ärgern“.

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