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NWZonline.de Sport Weitere Radsport

Radprofi dopt seit vier Jahren mit Appetitzüglern

05.09.2007

BONN /GEROLSTEIN Der Profi-Radrennstall T-Mobile ist durch einen neuen Doping-Fall erschüttert worden. Ein weiteres Engagement des Bonner Unternehmens steht aber nicht in Frage. Dagegen gab Gerolsteiner am Dienstag bekannt, sein Sponsoring nach Ablauf des laufenden Vertrages 2008 einzustellen.

Der T-Mobile Profi Lorenzo Bernucci ist bei der Deutschland-Tour positiv auf einen Appetitzügler getestet und mit sofortiger Wirkung entlassen worden. „Wir werden nicht alles hinwerfen, weil Bernucci einen Appetitzügler benutzte. Das wäre nicht das, was wir unter Verantwortung übernehmen verstehen. Dieser Fall zeigt, wie extrem fragil die ganze Sache ist“, sagte Konzern-Sprecher Christian Frommert am Dienstag.

Der seit 2006 für T-Mobile fahrende 27-jährige Italiener hatte eingeräumt, den Appetitzügler „Ectiva“ eingenommen zu haben. Dieses Produkt habe er in einer Apotheke in Italien bezogen. Seinen Angaben zufolge benutzte er dieses Mittel bereits seit vier Jahren, und wusste nicht, dass die Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) den darin enthaltenen Wirkstoff „Sibutramin“ im vergangenen Jahr auf die Liste der verbotenen Substanzen gesetzt hatte.

Gerolsteiner-Teamchef Hans-Michael Holczer war zum Heulen zu Mute, als sein Hauptsponsor den Ausstieg aus dem Radsport verkündete. „Mir standen bei den ganzen Lobreden fast die Tränen in den Augen“, gestand er mit bedrückter Miene ein, nachdem das Ende der bislang neunjährigen Zusammenarbeit unwiderruflich eingeläutet wurde.

Der Grund für die Entscheidung sei rein wirtschaftlich. „Der Radsport spielt in der Faszination unserer Konsumenten leider nur noch eine untergeordnete Rolle“, sagte Konzernsprecher Jörg Crosek. „Die Doping-Ereignisse haben bei unserer Bewertung nicht die ausschlaggebende Rolle gespielt.“

Der Bremer Nordmilch-Konzern hat dagegen noch nicht entschieden, ob er das Team Milram auch über das Vertragsende 2009 hinaus sponsert. „Ich wüsste nicht, weshalb wir nicht weitermachen sollen“, sagte Marketing-Chef Martin Mischel. Er behielt sich aber eine Ausstiegsklausel vor, wenn es zu einem Dopingfall im Team kommen würde.

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