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SSV Jeddeloh trennt sich von Trainer Key Riebau
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Aktualisiert vor 25 Minuten.

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NWZonline.de Sport Weitere Radsport

Sechstage-Fahrer ringen um Jobs

10.01.2015

Bremen Christian Grasmann hat es gleich am ersten Tag des Bremer Sechstagerennens erwischt. In der ersten Großen Jagd des Abends hatte der Tscheche Martin Blaha ihn am Donnerstag leicht touchiert, Grasmann segelte in hohem Boden über die Bahn und musste behandelt werden. Schrecksekunde für die Zuschauer, Schrecksekunde für den Sportlichen Leiter Erik Weispfennig und natürlich eine Schrecksekunde für Grasmann selbst und seinen Partner Marc Hester. Doch „Grasi“, wie der Bayer in der Sechstage-Szene genannt wird, rappelte sich wieder auf und saß wenige Minuten später schon wieder auf der Rennmaschine. Außer den üblichen Hautabschürfungen hatte sich der 33-jährige Radprofi bei dem Sturz keine Verletzungen zugezogen. Und ungefähr eine Stunde später gewann er dann sogar noch ein Dernyrennen.

Grasmann ist bereits zum zehnten Mal in Bremen am Start. Gewonnen hat er in der Hansestadt noch nie, überhaupt hat er bei mehr als 50 Sechstage-Starts noch keinen Sieg einfahren können. Doch Grasmann ist dennoch einer der Anführer im Fahrerfeld. Zum einen, weil er in den vergangenen Jahren immer besser geworden ist und mehrfach auf dem Podium stand, zum anderen weil er der Teamchef der „Maloja Pushbikers“ ist, einem der ganz wenigen Teams in Deutschland für die Bahnsportspezialisten.

„Erfolgreiche Experimente sind die, die kein Ende nehmen“, heißt es auf der Website der „Maloja Pushbikers“, bei denen in Grasmann, Leif Lampater, Marcel Kalz, Achim Burkart und Nico Heßlich gleich fünf Teilnehmer der Bremer Sixdays unter Vertrag stehen. Die Vorteile eines solchen Teams liegen auf der Hand: „Gemeinsam können wir Fahrer uns besser vermarkten, können gemeinsam die Anreise planen, gemeinsam trainieren und uns gemeinsam um Öffentlichkeitsarbeit kümmern“, erklärt Grasmann.

Im Laufe der Jahre hat sich der 33-Jährige ein gutes Netzwerk aufgebaut, die „Pushbikers“ werden zu Rennen in den USA, in Australien und vor allem in England eingeladen, wo der Bahnradsport einen vollkommen anderen Stellenwert als in Deutschland hat. In Großbritannien strömen nicht nur bei internationalen Großereignissen Tausende von Fans in die Hallen. „Da werden wir am Flughafen schon mal von einem Fernsehteam abgefangen, das passiert hier nie und nimmer“, sagt Grasmann.

In Deutschland sind in Bremen und Berlin nur noch zwei Sechstagerennen übrig geblieben. Davon kann kein Bahnprofi leben. Zumal für viele der Sechstagefahrer auch noch einiges an Förderung weggefallen ist, seit ihre Spezialdisziplinen Madison und Punktefahren aus dem Programm der Olympischen Spiele gestrichen wurde. Dass die „Maloja Pushbikers“ bei den Sixdays gegeneinander antreten – damit haben sie als Profis kein Problem. In Kalz (gemeinsam mit Alex Rasmussen), Titelverteidiger Leif Lampater (an der Seite von Wim Stroetinga) und vielleicht sogar Grasmann/Hester haben gleich drei „Pushbiker“ die Chance auf den Sieg.


     www.nwzonline.de/bremer-sechstagerennen 

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