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NWZonline.de Sport Weitere Radsport

Deutscher Sport zittert vor weiteren Enthüllungen

02.03.2019

Seefeld /Erfurt Die Furcht vor neuen Enthüllungen im Doping-Skandal um den Erfurter Sportmediziner wächst. Das Ausmaß ist nach den Razzien in Erfurt und bei der Nordischen Ski-WM in Seefeld noch nicht absehbar. Mit Spannung wird auf die Auswertung von Blutbeuteln gewartet, die bei Hausdurchsuchungen am Mittwoch in Erfurt sichergestellt wurden. Weitere Aufschlüsse könnten die Vernehmungen des festgenommenen Arztes Mark S. ergeben.

Dieser kooperiere „vollumfänglich mit den Ermittlungsbehörden“, teilte einer der Anwälte mit. Mark S. waren in seiner früheren Rolle als Radsport-Teamarzt schon Doping-Machenschaften vorgeworfen worden, die Vorwürfe hatte er stets bestritten. In Erfurt waren bei den Razzien laut „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ mehr als 40 Blutbeutel sichergestellt worden.

Nach Angaben von Dieter Csefan vom österreichischen Bundeskriminalamt arbeiten die Behörden eng mit der Welt-Anti-Doping-Agentur Wada und den Nationalen Anti-Doping-Agenturen Nada zusammen. Er sieht „gute Möglichkeiten, die Blutbeutel über DNA-Tests den jeweiligen Besitzern zuordnen zu können“. Die Ermittler gehen von einem internationalen Doping-Netzwerk aus, in das neben den am Mittwoch festgenommenen neun Verdächtigen weitere Personen verwickelt sein könnten.

Alfons Hörmann wiederholte am Freitag, dass deutsche Sportler nicht in die Affäre verwickelt seien. „Aber ich betone immer wieder: Stand heute“, sagte der Chef des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). Der österreichische Skiverbands-Präsident Peter Schröcksnadel bekräftigte indes seinen Vorwurf gegen deutsche Sportler. „Ich habe Informationen, dass auch deutsche Athleten betroffen sind“, sagte der 77-Jährige.

Der estnische Skilangläufer Karel Tammjärv gab am Freitag ausführlich Auskunft über seine Dopingpraktiken und beschrieb seine Verbindungen nach Deutschland. Die Zusammenarbeit mit Mark S. habe 2016 begonnen, sagte er auf einer Pressekonferenz in Österreich am Freitag. „Die Blutentnahmen und -injektionen fanden in Frankfurt und Berlin statt“, sagte der Athlet. Tammjärv war einer von fünf Langläufern, die am Mittwoch bei der Nordischen Ski-WM in Seefeld festgenommen worden waren. Sie wurden wieder freigelassen, nachdem sie Eigenblutdoping gestanden hatten. Tammjärv, dessen Landsmann Andreas Veerpalu und der Kasache Alexej Poltoranin wurden vom Internationalen Skiverband gesperrt. Die beiden Österreicher Dominik Baldauf und Max Hauke wurden von der österreichischen Anti-Doping Agentur mit provisorischen Sperren belegt.

Derweil blieben die deutschen Skispringer am Freitag von der Normalschanze ohne Medaille. In einem chaotischen Springen war Richard Freitag als Fünfter bester DSV-Adler beim Sieg des Polen Dawid Kubacki.

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