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NWZonline.de Sport Weitere Radsport

Dopingskandal trübt gute Bilanz

04.03.2019

Seefeld Markus Eisenbichler der „König der WM“, Oldie Eric Frenzel und die junge Katharina Althaus Medaillen-Garanten, insgesamt sechsmal Gold: Als das deutsche WM-Team am Sonntag nach elf Tagen in Seefeld die Koffer packte, herrschte passend zum Wetter eitel Sonnenschein mit nur wenigen Wolken. „Ich kann ein überaus positives Fazit ziehen“, sagte DSV-Präsident Franz Steinle. Einzig der Dopingskandal trübte den Gesamteindruck, auch wenn der Deutsche Ski-Verband (DSV) nach jetzigem Stand nicht betroffen ist.

Zum Abschluss gab es am Samstag noch einmal Skisprung-Gold im Mixed und Kombinations-Silber mit der Staffel. Mit insgesamt sechs Goldmedaillen stellte das DSV-Team den Rekord von 2017 ein – ohne das Wetterchaos im Skispringen am Freitag wäre wohl noch mehr möglich gewesen. „Die Messlatte war hoch, aber wir haben die Erwartungen voll erfüllt“, sagte Steinle. Und schließlich müsse für die Heim-WM in Oberstdorf 2021 ja noch Luft nach oben bleiben. Vor allem auf der Schanze glänzte das DSV-Team, in sechs Wettbewerben gab es viermal Gold.

Mitten hinein in die deutschen Erfolge erschütterte die „Operation Aderlass“ die WM. Bei einer Doping-Razzia waren am Mittwoch sieben Verdächtige im WM-Ort Seefeld festgenommen worden. Darunter waren zwei österreichische, zwei estnische und ein kasachischer Langläufer. Zudem wurden parallel in Erfurt Sportmediziner Mark S. und ein mutmaßlicher Komplize festgenommen.

Steinle betonte am Sonntag erneut, dass kein DSV-Athlet mit Mark S. zusammengearbeitet habe. „Uns tut es weh und verärgert es, dass man nicht zwischen dem Netzwerk von Ärzten und dem Sport als solchem differenziert. Wir haben mehrfach betont, dass nach unseren Recherchen kein DSV-Athlet durch den Arzt betreut wurde“, meinte Steinle, sagte aber auch: „Natürlich trübt das eine WM.“ Österreichs Skiverbands-Chef Peter Schröcksnadel hatte im Zuge der Affäre immer wieder Deutschland attackiert und zudem gemutmaßt, auch deutsche Sportler seien betroffen.

Der Doping-Skandal weitet sich offenbar auf den Radsport aus. Wie mehrere österreichische Medien am Sonntag übereinstimmend berichteten, hat die Staatsanwaltschaft Innsbruck Ermittlungen gegen einen 31-jährigen Tiroler Radprofi bestätigt. Dieser soll in einem Verhör ein umfassendes Blutdoping-Geständnis abgegeben haben.

Weitere Enthüllungen sind nicht unwahrscheinlich. Bei Razzien in Erfurt stellten Beamte rund 40 Blutbeutel und eine Zentrifuge sicher. Die Blutbeutel müssen nun den jeweiligen Personen zugeordnet werden.

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