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NWZonline.de Sport Weitere Radsport

Sponsoren halten Tür zum Notausstieg offen

10.08.2007

SAARBRüCKEN /BREMEN Die Räder drehen sich weiter bei T-Mobile. Mutter-Konzern Deutsche Telekom, seit 1991 Sponsor im Profi-Radsport, werde mit seiner Mobilfunk-Tochter das Engagement wie zugesagt bis Ende 2010 fortsetzen – zumindestens vorerst. Denn bei einem weiteren Doping-Fall im Team werde das Unternehmen sein Engagement „umgehend“ beenden, betonte T-Mobile-Kommunikations-Direktor Christian Frommert am Donnerstag in Saarbrücken. Dort startet an diesem Freitag (13 Uhr/ARD) die Deutschland-Tour (10. bis 18. August).

Auch die Bremer Nordmilch AG fungiert weiterhin als Geldgeber im Profi-Radsport. „Der Sponsoringvertrag mit dem Team Milram läuft bis Ende 2009“, bestätigte Nordmilch-Vorstand Martin Mischel am Donnerstag der NWZ. Doch auch der Molkerei-Konzern hält sich eine Hintertür offen. „Es gibt eine Ausstiegsstrategie, daran geht heutzutage kein Weg vorbei. Wenn wir eine Schädigung unserer Markenwerte feststellen würden, reagieren wir“, betonte Mischel.

Die Telekom fällte die Entscheidung trotz des fortschreitenden Image-Verlustes durch Doping-Affären, die auch vor dem eigenen Team nicht halt machten. „Wer verändern will, darf nicht weglaufen. Der Ausstieg wäre das falsche Signal gewesen“, sagte Frommert.

Der von T-Mobile seit August 2006 eingeschlagene, strikte Anti-Doping-Kurs soll fortgesetzt werden. Profis und Management wollen sich zukünftig auch persönlich finanziell am Kampf gegen Manipulation beteiligen. Laut Frommert sollen Athleten und Führungspersonal Geld in einen Topf zahlen. Dessen Umfang wird das Unternehmen auf eine Million Euro aufstocken, um den nationalen und internationalen Anti-Doping-Kampf zu unterstützen.

„Das ist für uns eine erfreuliche Nachricht. Der Sponsor begleitet uns weiter auf dem harten und schweren Weg zu mehr Glaubwürdigkeit im Radsport. Das ist ein Signal für den gesamten Leistungssport. Früher wollten Sponsoren nur Sieger, heute glaubwürdige Leistungen“, sagte der 24-jährige Linus Gerdemann, der bei der Tour de France nach seinem Etappensieg 24 Stunden im Gelben Trikot gefahren war.

Team kostet zwölf Millionen Euro

Seit Ende 1991 engagiert sich die Deutsche Telekom im Profi-Radsport. Im Jahr beläuft sich das Engagement auf geschätzte zwölf Millionen Euro. Das Team Telekom hatte vor 16 Jahren das Team Stuttgart übernommen. Unter diesem Label gewann Bjarne Riis 1996 die Tour de France.

Jan Ullrich folgte seinem dänischen Teamkollegen ein Jahr später. Auf beiden liegt inzwischen ein tiefer Schatten. Riis, Team-Manager von CSC, gestand EPO-Doping in den 90er Jahren, Ullrich wurden Verbindungen zu dem spanischen Doping-Arzt Eufemiano Fuentes nachgewiesen.

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