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NWZonline.de Sport Weitere Radsport

Radsport: Thema Doping bewegt Profis am Finaltag der Sixdays

16.01.2013

Bremen Es war das beherrschende Thema am Schlusstag des 49. Bremer Sechstagerennens: die Dopingbeichte von Lance Armstrong und dessen angebliche Aussage gegen die Funktionäre des Weltverbandes UCI, die den Radsport in eine tiefe Krise stürzen könnten. Im Fahrerlager diskutierten die 24 Radprofis, viele hinter vorgehaltener Hand. Öffentlich äußern wollten sich nicht alle. Diejenigen, die es taten, waren sehr zurückhaltend.

Sixdays-Sportchef zieht Positives Fazit

Zum Abschluss des 49. Bremer Sechstagerennens hat der Sportliche Leiter Erik Weispfennig ein positives Fazit gezogen. „Ich bin absolut begeistert. Wir haben viele spannende Rennen gesehen“, resümierte der 43-jährige Ex-Profi. Das Konzept mit neuen Technologien sei voll aufgegangen. „Durch die Kameras an den Dernys oder die Leuchtarmbänder, die die Fahrer getragen haben, wurde der Bahnradsport den Zuschauern verständlicher gemacht“, sagte er.

Zum Beispiel Luke Roberts. Der Australier, der jeweils zweimal die Tour de France (2005 im Team CSC und 2010 für das Bremer Team Milram) sowie den Giro d’Italia (2010/Milram und 2012/Saxo Bank) gefahren ist, kennt sich aus im Peloton der ProTour.

Gefragt nach Armstrong, denkt Roberts zunächst lange nach. Dann sagt der 35-Jährige, der mit seiner Familie in Kerpen lebt: „Eigentlich vertraue ich meinen Kollegen. Aber wenn ich lese, dass dieses Vertrauen beschädigt wird, bin ich einfach nur enttäuscht.“

Robert Bartko geht davon aus, dass Doping kein Massenphänomen ist. „So lange die Gier nach Geld da ist, wird es auch schwarze Schafe geben“, sagt der 37-jährige Doppel-Olympiasieger von 2000.

„Das Thema ist sehr präsent. Gerade im deutschen Radsport ist viel kaputt gemacht worden. Es sind sehr viele Sponsoren weggebrochen“, meint Robert Bengsch und kritisiert auch die Drahtzieher hinter den Fahrern: „Es gibt viele Verantwortliche, die dazu beigetragen haben.“

Zugleich wehrt sich der 29-jährige Berliner gegen den Generalverdacht im Radsport: „Ich habe eine weiße Weste und habe immer geschaut, wie weit ich komme.“ Bengsch beendet seine Karriere zum Saisonende und beginnt ein Studium.

Ganz klar positioniert sich Erik Weispfennig, Sportlicher Leiter der Bremer Sixdays. „Meiner Meinung nach sollen alle Fahrer, die damals gedopt haben, das auch zugeben.“ Der 43-Jährige glaubt, dass es viele Dopingsünder gibt: „Nun versteht man auch Jan Ullrichs Aussage, er habe nie jemanden betrogen.“

Von Armstrong erwartet er, dass seine Beichte auch zu dessen Vorteil ausfällt, beispielsweise wenn er hohe UCI-Funktionäre der Mitwisserschaft anklagt. „Er hat gute Kontakte in die Politik und ist gut vernetzt“, so Weispfennig.


     www.nwzonline.de/bremer-sechstagerennen 
Olaf Ulbrich Kanalmanagement (Ltg.) / Redakteur
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