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NWZonline.de Sport Weitere Radsport

Verkannte Spannung bei Sixdays

12.01.2015

Bremen Erik Weispfennig ist nie an den Bier- oder Fressbuden in der Bremer ÖVB-Arena zu sehen. Das ist vielleicht ganz gut für den Sportlichen Leiter der Bremer Sixdays. Denn es würde ihn schon frustrieren, was er dort zu hören bekäme. Gerade weil er es sich zum Ziel gemacht hat, den Radsport stärker in den Fokus zu rücken.

Kneisky/Morkov in Führung

Morgan Kneisky und Jesper Morkov haben am Sonntag die Führung bei den Bremer Sixdays übernommen. Das Duo aus Frankreich und Dänemark führt mit einer Runde Vorsprung vor Marcel Kalz (Berlin)/Alex Rasmussen (Dänemark) und Leif Lampater (Waiblingen)/Wim Stroetinga (Niederlande).

Zur Halbzeit hatten alle drei Teams im Rundenvergleich gleichauf gelegen. Auf Rang vier folgen vor den beiden Schlusstagen mit ebenfalls einer Runde weniger Christian Grasmann aus München und Marc Hester (Dänemark). Die Entscheidung in Bremen fällt an diesem Dienstagabend.

Ein Gespräch an den Buden verläuft nämlich ungefähr so: „Lass uns noch eine rauchen, bevor wir zu Matthias Reim gehen.“ „Super Idee, aber erst noch ein Bier“, lautet die Antwort, verbunden mit der Frage, wo denn Matthias Reim singen würde. „Der singt in Halle 1, da wo auch die Radfahrer sind.“ Und schließlich kommt doch tatsächlich der Spruch: „Was, Radfahrer gibt es hier auch?“ Lange Zeit hieß es sogar bei vielen feierwütigen Sechstage-Besuchern: Das einzige, was stört, sind die Radfahrer.

Es hat sich einiges geändert, seit Weispfennig 2012 die sportliche Leitung übernommen hat. Er hat Sprint-Wettbewerbe eingeführt, er hat Frauenrennen organisiert und er hat die Nachwuchsrennen wieder aktiviert, um die Zukunft der Sixdays zu sichern. All das ist ehrenwert und es kommen tatsächlich ein paar mehr Zuschauer zu den Rennen, das Gros jedoch interessiert sich nicht die Bohne für den Radsport.

Dabei sind die Sixdays auch in diesem Jahr äußerst spannend. „Wir haben bislang super Sport gesehen. Besonders die jungen Fahrer wie Achim Burkart, Nils Politt und Nico Heßlich haben mich überzeugt“, sagt Weispfennig. Im Kampf um den Sieg hat sich ein Quartett herauskristallisiert. Da sind zum einen die Titelverteidiger Leif Lampater und Wim Stroetinga, allerdings geschwächt durch einen Magen- und Darmvirus bei Stroetinga. „Dann 100 Prozent Leistung zu bringen ist fast unmöglich“, sagt Weispfennig. Ebenfalls vorne dabei ist das Duo Christian Grasmann/Marc Hester.

Doch auch das Team ist gehandicapt, denn Grasmann musste nach einem Sturz vorübergehend aus der Wertung genommen werden. Er stieg aber am Sonnabend schon wieder ein. Die momentan besten Siegchancen hat das führende Team Morgan Kneisky/Jesper Morkov. Für die amtierenden Madison-Europameister Andreas Müller und Andreas Graf hingegen dürfte der Zug wohl abgefahren sein.

Weispfennings Favoriten sind Marcel Kalz und Alex Rasmussen: „Sie präsentieren sich bärenstark und haben von allen Spitzenteams die meisten Punkte.“ Allerdings haben sie zurzeit eine Runde Rückstand auf die Führenden, die Punkte kommen nur bei Rundengleichheit zum Tragen.

Trotzdem glaubt Rasmussen an den Sieg: „Wir wissen, dass unsere Gegner lauern, aber wir sind in Topform. Außerdem ist Marcel dran, nachdem ihm 2014 nur wenige Zentimeter zum Sieg gefehlt haben.“


     www.nwzonline.de/bremersechstagerennen 

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