Rastede - Es sieht nach einem ungewollten Ende aus: In der Laube im Pfarrgarten der katholischen Kirchengemeinde liegen leere Hugo-Flaschen, angebrochene Wodka- und Weinflaschen, Tetra-Paks mit Orangensaft, leere Bierflaschen, Zigarettenkippen und Gummibärchen. Die meisten Plastikbecher sind noch mit alkoholischen Getränken gefüllt.

„So etwas finden wir hier häufiger vor“, ärgert sich Alfons Langfermann, Vorsitzender des Ortsausschusses der katholischen Kirchengemeinde in Rastede. In der Nacht von Sonnabend auf Sonntag hielten sich nun erneut vermutlich Jugendliche und junge Erwachsene in der Laube auf, feierten eine wilde Party und betranken sich.

Fünf bis sechs Personen dürften es gewesen sein, schätzt Langfermann nach einem Blick auf die Becher und Flaschen. Während die Zigarettenkippen ordentlich in einem Becher gesammelt wurden, waren die Feiernden bei den Flaschen wohl nicht ganz so sorgfältig. Einige von ihnen liegen zerdeppert in der Laube und auf dem Rasen.

„Ich finde das einfach schade, weil sich unsere ehrenamtlichen Helfer viel Mühe mit der Pflege der Anlage geben“, sagt Langfermann. Während sich die Flaschen und der Abfall rasch beseitigen lassen, bleiben andere Spuren solcher Treffen länger sichtbar. „Die weiße Holzwand der Laube können wir wohl bald wieder streichen“, meint Langfermann.

Mit der Polizei habe die Kirchengemeinde bereits gesprochen. Die Beamten versprachen, regelmäßig Streife zu fahren. Der Leiter der Polizeistation Rastede, Lüder Behrens, gibt aber zu Bedenken: „Wir kennen eine Vielzahl solcher Treffpunkte von jungen Leuten. Nehmen wir eine der Stellen schärfer ins Visier, gehen die Jugendlichen woanders hin. Wir haben sofort einen Verdrängungseffekt.“

Bei ihren Kontrollfahrten hat die Polizei den Pfarrgarten dennoch weiterhin im Blick. Langfermann und den Ehrenamtlichen der Kirchengemeinde bleibt aber zunächst nichts anderes übrig, als die Flaschen wegzuräumen und zu hoffen, dass die Feierlustigen nicht schon bald wieder solchen Müll hinterlassen.

Frank Jacob
Frank Jacob Redaktion Rastede, Redaktion Wiefelstede