Liethe - Auf dem Gelände der Firma Büfa in Liethe tritt eine unbekannte Chemikalie in erheblicher Menge aus. Diesen „Notruf“ setzte ein Mitarbeiter am Montagabend ab – der Auftakt zu einer großangelegten Gefahrgutübung mehrerer Feuerwehreinheiten (NWZ berichtete).
Das Übungsszenario ist schnell umrissen. Den Mitarbeitern ist nichts geschehen, alleine gelingt es ihnen aber nicht, das Leck abzudichten. Die Feuerwehr wird zur Hilfe benötigt.
Als zuständige Ortsfeuerwehr sind die Kameraden aus Hahn-Lehmden als erste vor Ort – gegen 19.30 Uhr rauscht das erste Einsatzfahrzeug auf das Firmengelände. Erste Absperrungen werden errichtet.
Kurz danach trifft die Gefahrgutgruppe aus Rastede ein. Die Einsatzkräfte legen Atemschutz und Chemikalienschutzanzüge an. Ihre Aufgabe: Den Gefahrenbereich erkunden und erste Meldung abgeben.
Derweil fährt eine Einheit aus Elmendorf mit technischem Gerät vor und auch die Dekontaminationseinheit aus Aschhausen mit Verstärkung der Kameraden aus Kayhauserfeld trifft ein. Auch die Wiefelsteder Gefahrgutgruppe ist inzwischen vor Ort. Insgesamt 80 Einsatzkräfte mit 15 Fahrzeugen beteiligen sich an der Großübung.
Ausgearbeitet haben das Szenario Gefahrgutzugführer Carsten Prellberg mit seinem Stellvertreter Carsten Steenblock, der Firma Büfa und Rastedes Gemeindebrandmeister Erwin zum Buttel. Sie überwachen, wie der Dekontaminationsbereich aufgebaut wird und wie die Kommunikation zwischen den Einheiten funktioniert.
Nach der ersten Erkundung steht fest, dass es sich bei der „ausgetretenen Chemikalie“ um eine brennbare Flüssigkeit handelt, erfährt Prellberg über Funk. Er ordnet Auffangmaßnahmen an, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.
Hand in Hand arbeiten die Einsatzkräfte, bis das Übungsszenario bewältigt ist. Am späten Abend wird die Übung erfolgreich beendet. An der Abschlussbesprechung nimmt auch Bürgermeister Dieter von Essen teil. Er dankt den Einsatzkräften für ihre Arbeit.
Prellberg lobt, dass das Einsatzkonzept aufgegangen sei und die Grundstrukturen hervorragend funktioniert hätten. Im Umgang mit dem technischen Gerät und bei der Kommunikation gäbe es indes noch Verbesserungspotenzial.
