Rastede - Einstimmig hat der Bauausschuss am Montag in öffentlicher Sitzung die geänderten Kriterien für die Windkraft-Potenzialstudie des Landkreises befürwortet. Die Änderungen betreffen Abstands- und Ausschlusskriterien, erläuterte Johannes Ramsauer vom Planungsbüro NWP vor gut 100 Zuhörern in der Neuen Aula.

In der Potenzialstudie werden weiche und harte Tabuzonen ausgewiesen, in denen keine Windkraftanlagen errichtet werden sollen. Übrig bleiben jene Flächen, in denen Windparks möglich wären.

In der Gemeinde Rastede befindet sich die aus Sicht des Planungsbüros vielversprechendste Fläche im Ipwegermoor (NWZ  berichtete). Ob dort aber überhaupt Windkraftanlagen errichtet werden, steht derzeit noch nicht fest, betonte Erster Gemeinderat Günther Henkel.

Dass bereits „umtriebige Geschäftsleute“ unterwegs seien und versuchten, einzelne Leute zu ködern, so Henkel, halte er für „reichlich früh“. „Wir wissen noch nichts und werden eine Diskussion darüber erst in den nächsten Monaten intensivieren“, sagte Henkel.

Letztlich sei es eine politische Entscheidung, ob im Ipwegermoor oder an anderer Stelle ein Windpark entstehen soll. Diesem politischen Diskurs wolle man in diesem sehr frühen Stadium nicht vorgreifen.