Rastede - Die FDP ist bei der Bundestagswahl in Rastede von 16 Prozent im Jahr 2009 auf nur noch 5,5 Prozent abgestürzt. Kandidatin Dr. Christiane Ratjen-Damerau erhielt gerade mal 302 Stimmen und lag etwas über mageren zwei Prozent. Selbst die Kandidaten der Linken und der AfD konnten mehr Erststimmen auf sich vereinen.
Nur zwei Stimmen bekam die FDP-Kandidatin im Wahllokal „Grundschule Leuchtenburg“. Dort fuhr auch die FDP mit neun Stimmen ihr schlechtestes Gemeindeergebnis ein. Am besten lief es für Christiane Ratjen-Damerau im Gemeindehaus Kleibrok (16 Stimmen) und für die FDP bei der Feuerwehr Loy-Barghorn (39).
In letzterem Wahllokal dürfte taktisch gewählt worden sein: Erststimme CDU, Zweitstimme FDP. CDU-Kandidat Stephan Albani holte dort sein bestes Ergebnis mit 253 Stimmen. Auch die Grünen fuhren in Loy ihre Spitzenwerte ein. Jeweils 74 Stimmen gingen an Kandidat Peter Meiwald und an die Partei.
Die meisten Zweitstimmen holte die CDU derweil in der Grundschule Wahnbek (237), die wenigsten in der Grundschule Kleibrok (98). In Kleibrok schnitt auch Albani am schlechtesten ab (98).
Für die SPD lief’s am besten im Gemeindehaus Wahnbek. Für Kandidat und Wahlkreissieger Dennis Rohde gab es 228 Stimmen, für die Partei 206. Nur 82 Stimmen erhielt Rohde derweil im Wahllokal „Firma Brötje“, wo auch die SPD mit 68 Stimmen ihr schlechtestes Gemeindeergebnis einfuhr.
Die CDU verbesserte sich insgesamt um fast zehn Prozentpunkte im Vergleich zur Wahl vor vier Jahren. Ein Plus von knapp drei Prozentpunkten verzeichnete die SPD. Die Grünen verloren gut 2,5 Prozent.punkte Derweil kletterte die Wahlbeteiligung deutlich nach oben – auf fast 76 Prozent. 2199 Wähler stimmten per Briefwahl ab – ein Rekordwert in der Gemeinde.
Die erste Schnellmeldung setzten die Wahlhelfer in der Grundschule Leuchtenburg ab. Ihr Ergebnis lag um 18.30 Uhr vor. Am längsten benötigten die Helfer im AWo-Kompetenzzentrum, die erst um 19.45 Uhr meldeten. Dabei ist freilich zu berücksichtigen, dass die Wahlbezirke unterschiedlich groß sind. Zum Teil mussten nur rund 250 Wahlzettel ausgewertet werden, während es in größeren Wahllokalen um die 600 waren.
Besonderheit: Am Wahlmorgen mussten noch zwei Wahlhelfer nachverpflichtet werden, weil zwei Helfer krankheitsbedingt ausfielen. Fünf Freiwillige meldeten sich im Laufe des Wahltags bei den Wahlvorständen und boten sich als Helfer für die Europawahl am 25. Mai 2014 an. Im Ammerland wird dann auch der Landrat gewählt. Weitere Wahlhelfer werden noch gesucht. Infos bei Vievien Padecken, Tel. 0 44 02/92 01 32.
