Rastede - Eine Entscheidung gab es nicht, dafür aber viele Ideen: Das Thema Windkraft stand am Montagnachmittag im Mittelpunkt der öffentlichen Sitzung des Ausschusses für Bau, Planung, Umwelt und Straßen. Vor rund 50 Zuhörern gab Erster Gemeinderat Günther Henkel in der Neuen Aula der KGS eingangs einen Überblick über den derzeitigen Stand. Johannes Ramsauer vom Planungsbüro NWP stellte anschließend die landkreisweite Windpotenzialstudie vor.

Die Studie kommt, wie berichtet, für die Gemeinde Rastede zu dem Ergebnis, dass die Flächen in Liethe am besten für Windkraftanlagen geeignet sind. Dort stehen bereits acht Anlagen. Nicht weiter verfolgt werden sollten die Flächen in Ipwegermoor. Weitere Untersuchungen wären im Bereich Delfshausen nötig.

Die politischen Fraktionen stellten übereinstimmend heraus, dass die Planungshoheit bei der Gemeinde liegt. Ob und wo Windkraftanlagen entstehen, wird also vor Ort entschieden, nicht beim Landkreis Ammerland.

Susanne Lamers (CDU) machte deutlich, dass viele Fragen aufgeworfen wurden und nun in den Fraktionen über Details gesprochen werden müsse. Jetzt gehe es darum, Ziele zu definieren. Dabei müsse auch berücksichtigt werden, welche finanziellen Vorteile Windkraftanlagen einer Kommune und ihren Bürgern bringen könnten. Als Beispiel brachte sie die Idee eines Bürgerwindparks ins Gespräch.

Dem schloss sich auch Rüdiger Kramer (SPD) an. Bürgerwindparks müssten vor Investorenmodellen stehen. Er sprach sich außerdem dafür aus, interkommunale Windparks, also Flächen, die Gemeindegrenzen überschreiten, zu prüfen.

Auch Gerd Langhorst (Grüne) fand sich in den Worten seiner Vorredner wieder. Die Potenzialflächen in der Gemeinde müssten sorgfältig geprüft werden. Die Grünen seien zudem für die Errichtung zusätzlicher Anlagen.