IPWEGE - Die anstrengendste Aufgabe an diesem Tag hatte Claas Jüchter. Der 15-Jährige war am Sonnabend bei der Rasteder Fohlenschau auf Gut Buttel einer von zwei „Vorführern“. Diese führten die insgesamt 31 Fohlen mit ihren Müttern jeweils ein- bis zweimal auf die 240 Meter lange Runde. Und dabei mussten sie nicht nur mit den zumeist trabenden Pferden Schritt halten, sondern hatten auch dafür Sorgen zu tragen, dass die Fohlen nicht ausbrechen.

Die beiden Richter Heinrich Beermann und Otto Ammermann beobachteten derweil vom Rande des Feldes aus aufmerksam die Fohlen, die nicht älter als fünf Monate sind. „Wichtig sind schwungvolle, gleichmäßige Bewegungen“, sagte Ammermann. „Außerdem sind das Gebäude und das Fundament entscheidend.“ Lange Beine, ein fester Stand, die richtige Schulterhaltung, ein schöner Halsbogen und eine nicht zu lange Rückenpartie – diese Kriterien muss das Fohlen unter anderem erfüllen, um ein positives Urteil zu bekommen.

Feste Richtlinien gebe es aber nicht, sagte Ammermann, der 1976 bei den Olympischen Spielen in Montreal im Vielseitigkeitsreiten mit der Mannschaft die Silbermedaille gewann. „Auch das Bauchgefühl ist entscheidend.“

Mit der Qualität der am Sonnabend auf Gut Buttel präsentierten Fohlen zeigten sich die beiden Richter sehr zufrieden. Und auch die anwesenden Züchter: Bereits während der Schau wurden vier Fohlen verkauft.

1. Platz: Hf. v. Corlenski G, Aussteller Frank Frerichs (Edewecht, Ammerland-Championat), 2. Platz: Hf. v. Fürst Romancier, Friedhart Brunken (Wardenburg), 3. Platz: Hf. v. Carry Gold, Klaus Dieter Wellmann (Westerstede), 1. Platz: Stf. v. Duke of Hearts xx, Rolf Lueck (Crailsheim), 2. Platz: Stf. v. Statesman, Diedrich Thoms (Rastede, Ammerland-Championat), 3. Platz: Stf. v. Detroit, Frerichs