Rastede - Die Gemeinde Rastede kann den Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz für Kinder, die jünger als drei Jahre sind, zum 1. August erfüllen. Das teilte Bürgermeister Dieter von Essen in der Ratssitzung mit.
„Tatsächliche Geburtenzahlen liegen für die Monate Juni und Juli noch nicht vor. Hochgerechnet müssen wir aber von 541 Kindern ausgehen“, sagte der Bürgermeister. Das Gesetz sieht vor, dass die Gemeinde für 35 Prozent der Kinder unter drei Jahre einen Platz in einer Krippe oder in der Tagespflege vorhalten muss. Ausgehend von 541 Kindern müssten demnach rund 190 Plätze zur Verfügung gestellt werden.
Zum 1. August kommt die Gemeinde auf einen Ausbaustand von 222 Plätzen, sagte der Bürgermeister. Das entspricht 41 Prozent. Ab diesem Winter erhöht sich der Stand auf 242 Plätze und dann 44,7 Prozent. Durch den Umbau der Sozialstation kommen wie berichtet 20 weitere Krippenplätze hinzu.
Zum 1. August stehen in der Gemeinde Rastede in Krippen insgesamt 100 Plätze zur Verfügung, sagte von Essen. In der Krippe Bagira (Südender Straße) sind es zehn Plätze, in der Krippe Rasselbande (Feldbreite), im Hahn-Lehmder Kindertreff und im Wahnbeker Kindertreff jeweils 30 Plätze.
Daneben stehen in Kindergärten 45 Plätze für die Betreuung von Kindern unter drei Jahre zur Verfügung, so der Bürgermeister. In den Schnuppergruppen in den Kindergärten Mühlenstraße und Am Voßbarg sind es jeweils 15 Plätze, beim Kinderspielkreis Rastede-Nord zehn Plätze und im Kindergarten Delfshausen fünf Plätze.
Darüber hinaus stehen insgesamt 77 Tagespflegeplätze für Kinder unter drei Jahre zur Verfügung. Addiert sind es somit zum 1. August 222 Plätze, sagte von Essen.
Um den bereits erfolgten Anmeldungen für die Kindergärten nachkommen zu können, müssen im kommenden Jahr zusätzliche Gruppen eingerichtet werden, berichtete der Bürgermeister. Betroffen sind der Kindergarten Hahn-Lehmden (eine Kleingruppe am Vormittag), der Kindergarten Feldbreite (eine Kleingruppe am Vormittag) und der Kindergarten Am Voßbarg (eine Kleingruppe am Nachmittag). Außerdem wird in der Grundschule Wahnbek eine kleine Hortgruppe eingerichtet.
Zurzeit werden in der Gemeinde zudem vier Integrationsgruppen in den Kindergärten Feldbreite, Hahn-Lehmden, Loy und Marienstraße betrieben. Für die 16 integrativen Plätze liegen jedoch nur elf Anmeldungen vor, so dass entsprechend den Vorgaben des Landessozialamtes im neuen Kindergartenjahr nur noch drei Integrationsgruppen weiter betrieben werden können, sagte von Essen. Die Integrationsgruppe im Kindergarten Feldbreite wird in eine Regelgruppe umgewandelt, wodurch elf zusätzliche Regelplätze bereitgestellt werden können.
