LOY - Die „Initiative gegen das Industriegebiet AK-OL-Nord“ hat jetzt auch den Petitionsausschuss des Bundestages eingeschaltet, nachdem sie bereits im Vorfeld mit der Landtagsabgeordneten Sigrid Rakow (SPD) ein Gespräch geführt hat. Die Politikerin, so Martina Muhr, Sprecherin der Initiative, und ihre Mitstreiterin Magdalena Bode-Wilbers, habe „realistische Hinweise zum Geschehen gegeben und Mut für die Initiative“ gemacht.
In der Petition, die auch an die niedersächsische Landesregierung geschickt wurde, kritisiert die Initiative die Informationspolitik des Rathauses und stellt unter Bezug auf eine Stellungnahme des Naturschutzbundes die Richtigkeit des Verfahrens in Zweifel. Die Initiative fordert u.a. „unabhängige, objektive und vollständige Gutachten“, heißt es in der Petition.
Ziel der Initiative sei es, zumindest eine Ausweisung der Fläche als Gewerbegebiet und nicht als Industriegebiet zu erreichen, „außerdem möchten wir, dass rund um das Gewerbegebiet Bäume stehen, die als Sichtschutz dienen“. Die Fachgremien hatten sich mit den Stimmen der CDU-, UWG- und FDP-Mehrheit gegen einen solchen Sichtschutz ausgesprochen – mit der Begründung, dass die Firmen, die sich hier ansiedeln wollen, auch gesehen werden wollen. Das indes zweifelt die Initiative unter Hinweis auf die „verdeckten“ Firmen im angrenzenden Gewerbegebiet am Autobahn-Nordkreuz an.
Die Verfasser des Schreibens bitten den Petitionsausschuss, „sich unseres Anliegens anzunehmen und auf eine Änderung der Planung hinzuwirken“.
