RASTEDE - Das Ratsinformationssystem der Gemeinde Rastede hat sich, so die Verwaltung, bewährt. Es dient nicht nur den Ratsmitgliedern – auch die Bürger können sich kommunalpolitisch informieren. Gleichzeitig nützt das System der Umwelt – denn es wird immer weniger Papier im Rathaus verbraucht, und Portokosten fallen auch nicht mehr an. Auch der personelle Aufwand ist geringer. Rund 12 000 Euro spart die Gemeinde auf diese Weise jährlich ein.

Seit dem Jahr 2000 arbeitet die Verwaltung mit der Firma „Somacos GmbH“ aus Salzwedel und deren Software „Session“ zusammen. Dies ermöglicht einen völlig papierlosen Austausch von Informationen innerhalb des Rathauses und vom Rathaus zu den Ratsmitgliedern nach Hause. Diese können sich die Vorlagen, Einladungen oder ähnliches anschauen, speichern und wenn nötig auch ausdrucken. Einige nehmen mittlerweile auch ihren Laptop mit in die Sitzungen, um die Infos vor Ort zu haben, ohne sie ausdrucken zu müssen.

Damit auch alle Ratsmitglieder Zugriff auf diese Informationen haben, wurde jedem von ihnen 1300 Euro pro Wahlperiode als Zuschuss für einen Rechner gewährt und zusatzlich 20 Euro im Monat für die Internetkosten.

Das Programm bietet nicht nur den Ratsmitgliedern und dem Team im Rathaus Vorteile. Auch Bürger profitieren davon. Für sie ist das Rats-Informationssystem ebenfalls frei zugänglich. Auf der Internetseite der Gemeinde sind die Einladungen und Vorlagen zu den Ausschuss-Sitzungen veröffentlicht, ebenso die Niederschriften.

Doch leider, so die Erfahrung der Gemeinde, machen nicht viele Bürger von dieser Möglichkeit Gebrauch, wie die wenige Anzahl der Seitenzugriffe beweist. Für die Jugend ist diese Art, sich mit lokaler Politik auseinanderzusetzen, eine problemlose und zeitsparende Angelegenheit.

Gerade die Jugend, so verlautete aus dem Rathaus, müsse mehr an das Thema Kommunalpolitik herangeführt werden. In Rastede gibt es kein Jugendparlament, jüngeren Menschen können kaum in Entscheidungen mit eingreifen. Anstöße dazu sollten auch von Seiten der Schule kommen. Auch Schulvertreter machten sich eher rar, inzwischen ist die Stelle komplett verkannt.

Die Verfasserin dieses Artikels, Vanessa Nordenholt (17 Jahre, 11. Jahrgang KGS), ist zurzeit Praktikantin in der Rasteder NWZ -Redaktion.