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NWZonline.de Region Ammerland Gemeinden Rastede

Sporthalle: Bürgermeisterkandidat sucht nach Fördertöpfen

17.12.2018

Rastede „Eigentlich geht es doch rein um die Finanzierung“, sagte der SPD-Bürgermeisterkandidat Lars Krause an den VfL-Vorstand gewandt, nachdem er sich die Pläne für die neue Sporthalle genauer angesehen hatte. Ja, es gebe viele Befürworter, antwortete Vorstandssprecher Dirk Hillmer, fügte aber sogleich hinzu: „Nur macht keiner das Portemonnaie auf.“

Rund zwei Millionen Euro würde der Bau einer neuen Sporthalle kosten, die auf einer Fläche hinter dem VfL-Sportforum errichtet werden könnte. „650 000 Euro würden wir selbst aufbringen, dazu kommen verschiedene Förderungen. Unter anderem 20 Prozent des Investitionsvolumens von der Gemeinde. Letztlich fehlen dann etwa 900 000 Euro“, rechnete Hillmer vor. „Der VfL braucht diese Halle, der Bedarf ist da.“ Es sei schließlich wichtig, dass das Angebot mit der Gemeindeentwicklung mitwachse, betonte auch VfL-Geschäftsführerin Silke Brötje. Ebenso wie Kindergärten, Schulen und andere Einrichtungen müsse der Sportverein sein Angebot zahlenmäßig und von der Qualität her anpassen – „ besonders in den Bereichen Kinder-, Jugend- und Gesundheitssport.“ Die Kinderturngruppen seien völlig überfüllt, berichtet Brötje aus dem VfL-Alltag. Es gebe lange Wartelisten. Und im Bereich Gesundheitssport und Prävention könne so manches gar nicht erst angeboten werden, weil Hallenkapazitäten fehlten. Dabei nehme die Nachfrage hier stark zu. Vom Bau einer neuen Halle würde letztlich auch die KGS profitieren, so Brötje weiter. Die Schule klage ebenfalls über Platzmangel für verschiedene Angebote.

Es müsse Entwicklung stattfinden, stimmte Krause zu, „aber es muss auch finanzierbar sein“. Der Bürgermeisterkandidat hatte sich deshalb bereits im Vorfeld des Gesprächs, um das er den VfL-Vorstand nun gebeten hatte, nach Ideen zur Finanzierung umgehört, jedoch bisher nichts Geeignetes entdeckt. Er werde weiter mit den Abgeordneten auf Landes- und Bundesebene sprechen, um nach Fördertöpfen zu suchen, versprach Krause. Trotzdem wolle er keine falschen Erwartungen wecken. Dass ein Bedarf für die neue Sporthalle bestehe, verstand er aber.

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