RASTEDE - RASTEDE/WM - „Für das politische Klima in Rastede traurig“ sei es, dass die in Parteien organisierte Jugend keine Möglichkeit habe, sich kostengünstig zu treffen, meinte Joschka Kipshagen, Vorsitzender der „Jungen Grünen“.

In der Einwohnerfragestunde während der jüngsten Sitzung des Rates beklagte er, dass die Nachwuchsorganisationen von Parteien bei öffentlichen Veranstaltungen wie beispielsweise der Beachparty nicht informieren dürften und auch keine Räumlichkeiten für Treffpunkte hätten. Im Jugendzentrum sei Politik nicht gewollt, in Gaststätten müsse verzehrt werden, „dafür fehlt uns oft das Geld.“

Bürgermeister Dieter Decker wies darauf hin, dass es seit Jahren einvernehmliche Regelungen gebe, wonach öffentliche Einrichtungen nicht für parteipolitische Zwecke genutzt werden sollen, „sonst müssten wir das auch den Lagern ganz links oder ganz rechts erlauben“.

Und beim Ellernfest oder der Beachveranstaltung habe wohl niemand Interesse an Parteienwerbung. Eine Möglichkeit, zu informieren, sei der Wochenmarkt – von den Rasteder Parteien oft und gerne genutzt. In Sachen Treffpunkt riet Decker, Absprachen mit Vereinen zu treffen, die einen Clubraum zur Verfügung stellen könnten. „Und man fängt ja auch nicht gleich mit 50 Jugendlichen an, sondern ist am Anfang froh, wenn schon 4 kommen – das geht dann auch im Wohnzimmer“, berichtete Decker „aus eigener Erfahrung“.