• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Deals
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • Veranstaltungskalender
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
  • Über uns
 
+++ Eilmeldung +++
Aktualisiert vor 2 Minuten.

Ausnahme für Schwangere und Kinder
Corona-Schnelltests ab 11. Oktober nicht mehr kostenlos

NWZonline.de Region Ammerland Gemeinden Rastede

Geschichte: Wie Rasteder Sattler Reichspräsident wurde

01.10.2016

Rastede Markanter Schnauzbart, strenger Blick: So kennt man Friedrich Ebert aus den Geschichtsbüchern. Von 1919 bis zu seinem Tod im Jahr 1925 war er der erste Reichspräsident der Weimarer Republik. Was viele jedoch nicht wissen dürften: Ebert hatte in jungen Jahren das Handwerk des Sattlers erlernt – und arbeitete unter anderem in Rastede als Sattlergehilfe.

Vor 50 Jahren – genauer am Mittwoch, 5. Oktober 1966, berichtete die NWZ  unter der Überschrift „Friedrich Ebert war einst Sattlergehilfe“ über die Zeit seiner Wanderjahre. Dem Artikel zufolge arbeitete der spätere Reichspräsident einige Zeit bei Sattlermeister Gerhard Adolf Böse in Rastede. So schildert es der Autor Hans Wichmann (1907-1997), der Lehrer, Konrektor und Heimatforscher war.

Zur Person

Friedrich Ebert wurde am 4. Februar 1871 in Heidelberg geboren. Am 28. Februar 1925 starb er in Berlin. Seit 1913 war Ebert Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Von 1919 bis zu seinem Tode amtierte er als erster Reichspräsident der Weimarer Republik.

Um 1900 war Ebert als wandernder Sattlergeselle beim Sattlermeister Böse in Rastede tätig. Dessen Betrieb befand sich etwa in Höhe der heutigen Rossmann-Drogerie.

Der Betrieb des Sattlermeisters Böse befand sich in der damaligen Bauerschaft Rastederbrink. Diese umfasste etwa das Gebiet um den heutigen Marktplatz. Der Brink war der Mittelpunkt der Bauerschaft, die aus alten Höfen bestand. Der Betrieb von Sattlermeister Böse befand sich an der heutigen Oldenburger Straße, etwa in Höhe Rossmann.

Zwischen 1885 und 1888 soll Ebert das Handwerk des Sattlers erlernt haben. Sattler stellen meist aus Leder oder Stoffen Gegenstände zur Verwendung im Umgang mit Tieren her. Dazu zählen etwa Sättel, Zaumzeug, Kummet oder anderes Fahrgeschirr. Heute gehören auch Ausstattungen für Autos und Boote dazu. Sattler stellen außerdem Taschen (etwa Brieftaschen oder Schultornister) her.

Wann Ebert genau in Rastede als Sattlergehilfe tätig war, ist nicht überliefert. Um 1900 soll er hier tätig gewesen sein. Bekannt ist, dass er sich auf Wanderschaft befand und vor dem 1. Weltkrieg einige Zeit als Sattlergehilfe im Hause Böse arbeitete. Auch Gemeindearchivarin Margarethe Pauly liegen keine näheren Informationen zu Eberts Zeit in Rastede vor.

Auf Wanderschaft gehen zünftige Gesellen nach dem Abschluss ihrer Lehrzeit. Seit dem Mittelalter bis zur beginnenden Industrialisierung waren die Wanderjahre eine der Voraussetzungen für die Zulassung zur Meisterprüfung. Die Gesellen sollten vor allem neue Arbeitspraktiken, fremde Orte, Regionen und Länder kennenlernen sowie Lebenserfahrung sammeln.

Frank Jacob Rastede/Wiefelstede / Redaktion Rastede
Rufen Sie mich an:
04402 9988 2620
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.