• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Ammerland Gemeinden Rastede

Wie Rastede Wohnraum für Flüchtlinge schaffen will

01.10.2015

Rastede Bei der Sondersitzung des Sozialausschusses am Dienstag kamen viele Fragen zur Flüchtlingssituation in der Gemeinde Rastede auf. Hier gibt es die wichtigsten Antworten der Verwaltung.

Wie viele Flüchtlinge muss die Gemeinde
Rastede aufnehmen
?

Die Gemeinde Rastede muss aktuell 281 Flüchtlinge aufnehmen. Die Zahl verringert sich um die bereits in der Gemeinde wohnhaften 133 Asylbewerber und „Geduldeten“ (Personen, deren Antrag abgelehnt wurde, die aber bis zu einer möglichen Ausreise in Rastede bleiben). Bis Januar 2016 sind somit 148 Flüchtlinge neu aufzunehmen.

Woher kommendie Flüchtlinge?

Etwa die Hälfte der Flüchtlinge stammt vom Westbalkan. Jeweils 26 Personen kommen aus Albanien und Serbien, 18 aus Montenegro. 13 Personen stammen aus der Russischen Föderation, 12 aus dem Kosovo. Weitere Flüchtlinge kommen aus Syrien (9), Irak (7), Armenien (6), Libanon (6), Mazedonien (5), Marokko (3), Afghanistan (1), Palästinensische Gebiete (1.)

Wo werden dieFlüchtlinge untergebracht?

Die Gemeinde hat bislang 21 Wohnungen der Ammerländer Wohnungsbaugesellschaft und 24 Wohnungen von Privatpersonen angemietet. Für sechs weitere Wohnungen laufen zurzeit Verhandlungen. Um die bis Ende Januar erwarteten Flüchtlinge unterzubringen, wären rund 30 weitere Wohnungen nötig. Das gibt der Markt allerdings nicht mehr her.

Wie können kurzfristigweitere Flüchtlinge
untergebracht werden
?

Ab Mitte November werden 30 Flüchtlinge in Wohncontainern auf dem Sportplatz Kleibrok untergebracht. Jeweils 20 Personen können in Gewerbeimmobilien in Wahnbek und Neusüdende unterkommen. Im leerstehenden ehemaligen Kindergarten in Neusüdende sollen drei Wohnungen eingerichtet werden. Die Verwaltung setzt dabei weiterhin auf eine dezentrale Unterbringung in allen Ortsteilen. Mehr als 30 Personen sollen es an einem Standort nicht werden.

Flüchtlingshilfe in Rastede

Koordiniert wird die ehrenamtliche Flüchtlingshilfe in Rastede von Andrea von Schele (Tel. 04402/ 84151) und Marie-Luise Felber (Tel. 04402/ 81118). Ehrenamtliche Helfer treffen sich regelmäßig mit den Flüchtlingen. Sie zeigen ihnen unter anderem, wo sie einkaufen können, geben Deutschunterricht oder bringen ihnen Fahrradfahren bei.

Um auch künftig die Flüchtlinge dezentral unterbringen zu können, benötigt die Gemeinde Rastede dringend zusätzlichen Wohnraum. Wer eine Wohnung anbieten möchte, wendet sich im Rathaus an Sozialamtsleiter Fritz Sundermann (Tel. 04402/ 920150) oder an Bernd Gottwald (Tel. 04402/ 920151).

Spenden sind ebenfalls willkommen.
Kleidung: Deutsches Rotes Kreuz, Kleiderkammer, Raiffeisenstraße 204, Rastede, Tel. 04402/939100
Möbel: Arbeitsloseninitiative im Ammerland, „Schnüsterstuv“, Lange Straße 22, Westerstede, Tel. 04488/98116
Fahrräder und Zubehör: Arbeitsloseninitiative Rastede, Anton-Günter-Straße 8, Rastede, Tel. 04402/ 82959

Ein Spezial finden Sie unter www.nwzonline.de/fluechtlingshilfe

Werden diese
Maßnahmen ausreichen
?

Wenn die Flüchtlingszahlen schnell und stark steigen, wird die Gemeinde nicht um eine Unterbringung in öffentlichen Gebäuden umherkommen. An erster Stelle kommen dafür die Sporthallen in Frage.

Welche Maßnahmen
werden mittel- und
langfristig getroffen
?

Die Verwaltung prüft für das gesamte Gemeindegebiet, wo Mehrparteienhäuser errichtet werden können. Mit der Ammerländer Wohnungsbaugesellschaft wurden Gespräche geführt, an welchen Gebäuden Anbauten oder Aufstockungen möglich sind. Gebäude der Wohnungsbaugesellschaft befinden sich in Rastede (u.a. Lessingstraße, Schubertstraße), Hahn-Lehmden (An der Lemmelheide, Lerchenstraße) und Wahnbek (Havelstraße, Wapelstraße). Auch die Baulandreserven müssen geprüft werden. Entsprechende Vorschläge wird die Verwaltung in den Bauausschuss einbringen.

Wieso werden Flüchtlinge in der Feuerwehrschule Loy untergebracht?

Die Unterbringung in Loy wurde nicht von der Gemeinde Rastede veranlasst. Das Land Niedersachsen hat die Feuerwehrschule seit einer Woche vorübergehend zur Notunterkunft umfunktioniert, weil die Flüchtlingsströme nicht abrissen. 275 Personen werden dort mittlerweile betreut und verpflegt. Am Mittwoch teilte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) mit, dass der Ausbildungsbetrieb an der Feuerwehrschule in zwei Wochen wieder aufgenommen werden soll und die Einrichtung dann wieder für ihren eigentlichen Zweck genutzt werden kann.

Wo können Flüchtlinge die deutsche
Sprache lernen
?

Flüchtlinge können freiwillig an kostenlosen Deutschkursen teilnehmen, die von der Gemeinde und der Kreisvolkshochschule angeboten werden. Nach Abschluss des Asylverfahrens müssen sie an Pflichtkursen teilnehmen. In Rastede ist gerade der zweite freiwillige Deutschkursus gestartet. Erfolgreich verlaufen ist nach Aussage der Verwaltung ein Sprachkursus nur für Frauen, den die Rastederin Dagmar Meier-Barkhausen ehrenamtlich angeboten hatte. An der Kooperativen Gesamtschule Rastede haben ehemalige Lehrer und andere Ehrenamtliche einen Sprachförderkursus aufgebaut.

Gibt es genügendDolmetscher?

Bei der Kreisvolkshochschule ist ein Pool von Sprachmittlern angesiedelt, der kreisweit hilft, Sprachbarrieren bei Behörden- oder Arztgängen zu überwinden. Ungefähr 40 Personen gehören dem Pool an. Dringend benötigt werden Personen mit serbokroatischen oder albanischen Sprachkenntnissen.

Welche Hilfsgüterwerden benötigt?

Es fehlt vor allem an Kleidung für Männer, maximal bis Größe XL. Auch für Frauen wird Kleidung benötigt. Insbesondere warme Sachen fehlen. Darüber hinaus sind Schuhe, Handtücher und Hygieneartikel gefragt. Für den Unterricht in den ehrenamtlich begleiteten Sprachförderklassen werden Stifte, Hefte, aber auch Rucksäcke oder Taschen benötigt. Für den Sportunterricht werden Turnschuhe mit heller Sohle und Schwimmzeug gebraucht. Spenden können an zentralen Sammelstellen abgegeben werden.

Frank Jacob Rastede/Wiefelstede / Redaktion Rastede
Rufen Sie mich an:
04402 9988 2620
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.