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Britische Premierministerin May kündigt Rücktritt an
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Aktualisiert vor 14 Minuten.

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NWZonline.de Ratgeber

Zu Lebzeiten Vorsorge für eigene Beisetzung treffen

22.01.2018

Berlin Zu Lebzeiten nicht nur Bestattungswünsche festlegen, sondern schon alle Details in Auftrag geben und bezahlen – dafür kann es laut der Zeitschrift „Finanztest“ (2/18) viele Gründe geben. Viele Menschen haben keine Angehörigen, die sich im Todesfall kümmern würden. Andere haben feste Vorstellungen von einer würdigen Bestattung und wollen ganz sicher sein, dass alles so abläuft. Manche wollen das Geld für ihre Bestattung vor dem Zugriff des Sozialamts schützen, etwa weil ein älterer Mensch die Kosten fürs Pflegeheim nicht selbst bezahlen kann und auf Sozialhilfe angewiesen sein sollte.

Wer das Geld zusammen hat kann es bis zu seinem Tod von einer Treuhandgesellschaft verwalten lassen. Für ihre Februar-Ausgabe haben die Finanztester erstmals Verträge von vier Treuhandgesellschaften untersucht. Ihr Fazit: Bei drei Anbietern ist es auch im Insolvenzfall gut geschützt. Zufrieden mit den Verträgen waren die Finanztester dennoch nicht: Es gab überall unklare Formulierungen oder Klauseln, die Kunden benachteiligen. Tipp der Tester: Kunden sollten ruhig mehrere Bestatter besuchen, bevor sie einen Vertrag abschließen.

Wer seine Beisetzung heute schon regeln möchte, braucht einen Vorsorgevertrag. Ihn schließt der Kunde mit einem Bestatter ab. Der Vertrag besteht aus zwei Teilen: einem Werkvertrag über sämtliche Bestattungsleistungen, von den Details der Beisetzung wie Sarg, Trauerfeier und Blumen bis hin zur Ruhestätte und Grabpflege.

Der zweite Teil regelt die Bezahlung. Welche Möglichkeiten es gibt, bestimmt der Bestatter. Oft kann der Kunde zwischen Sperrkonto, Sterbegeldversicherung und Verwaltung des Geldes durch eine Treuhandgesellschaft wählen. Möchte er seine Bestattung im Voraus bezahlen, sollte er das Geld nicht direkt an den Bestatter überweisen – sondern könnte es bis zu seinem Tod von einer Treuhandgesellschaft verwalten lassen. Der Bestatter erhält das Geld erst, wenn die Sterbeurkunde vorliegt. Er kann dann die Beisetzung, so wie vertraglich vereinbart, durchführen.

Rund 260 000 Menschen in Deutschland vertrauen ihr Geld derzeit einer Treuhandgesellschaft an. Oft sind es Servicegesellschaften überregionaler Bestatterverbände. Daneben gibt es einige kleinere Anbieter.

Weil Treuhandgesellschaften als Kapitalgesellschaft, wie jede andere auch, pleitegehen können, ist es wichtig, dass das Geld der vorsorgenden Kunden zum Beispiel durch eine Bankbürgschaft geschützt ist, falls die Gesellschaft insolvent werden sollte.

Einen Insolvenzschutz bieten alle Gesellschaften im Test an, bei der vierten Gesellschaft, der HBT Bestattungsvorsorge Treuhand, muss der Kunde ihn aber extra fordern und bezahlen.

Mit den Treuhandverträgen war „Finanztest“ nicht zufrieden: Alle enthielten einige nicht eindeutige Formulierungen oder solche, die den Kunden benachteiligen. Dies ist noch kein Grund, Treuhandverträge zu meiden. Der Kunde kann sie durchaus unterschreiben. Verbraucherfreundlich wäre es aber, wenn die Gesellschaften die Verträge nachbesserten.

Überraschend war, dass die Tester nur von sieben der 29 Termine mit unterschriftsreifem Vorsorgevertrag nach Hause gingen. Kein ausreichendes Informationsmaterial erhielten sie bei sieben weiteren Besuchen. 15 Bestatter gaben Informationen und Kostenvoranschlag mit, ein vollständiger Vertrag mit Geschäftsbedingungen fehlte aber.

Die Erlebnisse der Tester sind nicht repräsentativ. Sie zeigen aber, dass Kunden ruhig mehrere Bestatter besuchen sollten, bevor sie einen Vorsorgevertrag abschließen.

->  Vorsorgevertrag: Wenn Sie sicher Ihre Beisetzung schon planen und bezahlen wollen, ist ein Vorsorgevertrag beim Bestatter für Sie geeignet. Er besteht aus zwei Teilen: einem Vertrag über die Bestattungsleistungen und einem über die Finanzierung. Beachten Sie: Der Vertrag ist zwar kündbar, aber mit Kosten verbunden. „Finanztest“ fand Fälle, in denen es um bis zu 20 Prozent der Auftragssumme ging.

-> Treuhandgesellschaft: Zur Finanzierung bieten die Bestatter oft Sterbegeldversicherungen, Sperrkonten oder die Verwaltung durch eine Treuhandgesellschaft an. Egal, welche Variante Sie wählen – das Geld im Vorsorgevertrag kann vor dem Sozialamt geschützt werden. Wenn Sie auf einen Schlag bezahlen und den besten Schutz vor dem Zugriff des Sozialamts haben wollen, ist ein Vertrag mit einer Treuhandgesellschaft empfehlenswert. Sie können ihn nur über einen Bestatter abschließen.

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