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NWZonline.de Ratgeber

Gold gilt als Stabilitätsgarant in Krisenzeiten

23.04.2018

Berlin Deutsche Anleger sind Weltmeister im Goldkauf. Das Edelmetall gilt als Inflationsschutz und Stabilitätsgarant in Krisenzeiten. Die Zeitschrift „Finanztest“ (5/18) zeigt, wie Anleger am günstigsten in Goldmünzen und -barren oder in „Papiergold“ investieren können.

Anders als bei anderen Edelmetallen spielt bei Gold der industrielle Bedarf kaum eine Rolle. Es dient überwiegend der Wertaufbewahrung. Besonders beliebt sind Standardmünzen mit der Gewichtseinheit eine Feinunze (31,1 Gramm), wie der südafrikanische Krügerrand.

Anleger können diese Münzen mit akzeptablem Aufschlag auf den Goldpreis zum Beispiel bei großen Onlinehändlern kaufen. Wirtschaftlich sinnvoller ist der Erwerb eines Ein-Kilo-Barrens, da der Unterschied zum reinen Metallwert, wie er täglich an der Börse gehandelt und festgelegt wird, geringer ausfällt. Mit einem aktuellen Preis von fast 35 000 Euro bindet so ein Barren aber auch viel Kapital.

Aus Sicht von „Finanztest“ eignet sich das andere Extrem, Goldbarren mit nur einem Gramm Gewicht, nicht zu Anlagezwecken. Der Aufschlag auf den Materialwert liegt oft über 20 Prozent. So stark müsste der Goldpreis steigen, bevor Anleger beim Verkauf zumindest ihren Einsatz zurückerhielten.

Längst nicht alle Goldmünzen sind als Geldanlage tauglich. Bei standardisierten und gut handelbaren Münzen wie dem Krügerrand ist der Wert des darin enthaltenen Goldes entscheidend. Nicht so bei Gedenkmünzen oder Medaillen. Hier locken die Anbieter oft mit den limitieren Auflagen und der Attraktivität für Sammler. Solche Münzen aus Liebhaberei zu kaufen, ist die eine Sache. Wer sie um der Rendite willen erwirbt, kann unangenehme Überraschungen erleben. Nur wenn sich eine Münze bei Sammlern reger Nachfrage erfreut, sind steigende Preise die Folge.

Eine elegante Möglichkeit des Goldkaufs bieten sogenannte Gold-ETC. ETC (Exchange Traded Commodities) sind verwandt mit ETF (Exchange Traded Funds). In beiden Fällen handelt es sich um börsengehandelte Finanzprodukte – mit einem wichtigen Unterschied: Während ETF-Käufer zu Miteigentümern am Fondsvermögen werden, erwerben Anleger mit einem ETC nur eine Schuldverschreibung und tragen somit das Risiko, dass ihr Herausgeber pleitegehen kann.

Die Gesetzeslage in Deutschland lässt Gold-ETF nicht zu. Gold-ETC sind kein schlechter Kompromiss. Große Vorteile sind der geringe Aufschlag beim Kauf, die einfache Handhabung und die niedrigen jährlichen Kosten. Trotz des theoretischen Pleiterisikos hat „Finanztest“ keine grundsätzlichen Bedenken gegen ETC. Alle bekannten Gold-ETC sind „physisch hinterlegt“, das heißt, vom angelegten Geld werden Goldbarren gekauft und gelagert.

Käufer der Zertifikate von Xetra-Gold, Euwax-Gold und Gold Bullion Securities haben den Anspruch, sich ihren Goldanteil als Barren liefern zu lassen. Die Auslieferung ist aber oft nicht billig und bei den meisten ETC nicht für jede Gewichtseinheit möglich.

Gold-ETC eignen sich vor allem für Anleger, die ihr Wertpapierdepot breiter aufstellen wollen. Ob es dadurch auch stabiler wird, ist nicht gewiss, aber verschiedene Studien nähren zumindest diese Hoffnung.

Die Schwankungen des Goldpreises sind auf lange Sicht kaum geringer als die von Aktien. Es spielt eine große Rolle für die Wertentwicklung, ob man beim Kauf einen günstigen oder eher ungünstigen Zeitpunkt erwischt. Es ist deshalb eine Überlegung wert, den Goldkauf auf verschiedene Zeitpunkte zu verteilen.

->  Deportanteil: Es spricht nichts dagegen, Ihrem Depot Gold und ein wenig Silber beizumischen, aber nicht mehr als insgesamt fünf bis zehn Prozent. Sie sollten das investierte Kapital für mindestens zehn Jahre entbehren können.

-> Münzen und Barren: Mit Standardmünzen wie dem Krügerrand oder Barren ab 100 Gramm können Sie zu akzeptablen Bedingungen in echtes Gold investieren. Bedenken Sie dabei die Folgekosten für die Aufbewahrung in einem Bankschließfach oder Tresor.

-> Gold-ETC: Mit Gold hinterlegte Wertpapiere sind eine preiswerte und sehr flexible Anlagemöglichkeit. Die Sicherheit ist nicht so groß wie bei Münzen oder Barren, aber „Finanztest“ schätzt das Pleiterisiko der bekannten Gold-ETC als gering ein.