• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
Einigung: Gorch Fock kann am Freitag aufs Wasser
+++ Eilmeldung +++
Aktualisiert vor 5 Minuten.

Streit Zwischen Bund Und Bredo-Werft
Einigung: Gorch Fock kann am Freitag aufs Wasser

NWZonline.de Ratgeber

Die Besten schonen Kochfeld und Umwelt

09.07.2018

Berlin Wer ein Glaskeramikkochfeld hat, kennt das Problem: Wenn beim Kochen was daneben geht und einbrennt, entstehen krustige und schillernde Beläge. Spezielle Glaskeramik-Reiniger sollen dagegen helfen. Die Stiftung Warentest hat 16 Mittel geprüft. Die besten reinigen so gründlich und schonend, dass das Kochfeld wie neu glänzt. Jedes zweite kommt dabei ohne Mikroplastik in der Rezeptur aus, darunter die drei sehr guten. Der günstigste Spitzenreiter kommt von Heitmann und kostet nur 80 Cent pro 100 Milliliter („test“, 7/18). Ebenfalls sehr gut sind die Reiniger von Bosch-Siemsns (4 Euro/100Milliliter) und Miele (5,20 Euro/100 Milliliter).

Drei Varianten

Meist sind Glaskeramikreiniger als Flüssigkeit in einer Flasche abgefüllt. Es gibt sie aber auch als Paste aus der Tube − und sogar als „Putzstein“. Anders als der Name vermuten lässt, reibt man nicht mit einem Stein über die Glasfläche. Stattdessen handelt es sich um eine Dose mit Reinigungskonzen­trat, das Anwender zunächst mit feuchtem Schwamm abreiben und anschließend auf der Kochstelle verteilen sollen. Im Test mitgeschrubbt haben alle Varianten. Zum Vergleich mit dabei war eine herkömmliche Scheuermilch, die laut Etikett unter anderem für Glaskeramik geeignet sein soll.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Drei der 16 Glaskeramikreiniger schneiden unterm Strich sehr gut ab, acht weitere gut. Schlusslicht mit der Note Ausreichend ist Mr. Muscle Cera-Fix, der gegen den Schmutz auf der Herdplatte kaum etwas ausrichten kann.

Die Hälfte der geprüften Glaskeramikreiniger enthält sogenanntes Mikroplastik – feine Kunststoffteilchen, die zum Scheuern dienen. Mikroplastik steht seit einiger Zeit in der Kritik, da die unlöslichen Partikel zunehmend die Umwelt belasten. Der Test zeigt: Es geht auch ohne.

Um herauszufinden, wie viel Reinigungskraft in den Mitteln steckt, stellt der Test sie vor die typischen Herausforderungen am Herd: Im Labor mussten sie auf Glaskeramikplatten eingebrannten Schmutz entfernen – Bratensoße, ein Mus aus passierten Tomaten, ein Gemisch aus Schmand und Milch sowie einen Sud aus Reisstärke, der für übergekochten Reis steht. Das simuliert den Problemschmutz auf klassischen Wärmekochfeldern, unter denen Heizspiralen den Topfboden aufheizen. Induktionsfelder, die mittels Spulen Magnetfelder erzeugen und direkt den Topfinhalt erhitzen, bleiben kühler – Übergekochtes, Kleckse und Spritzer brennen auf ihnen weniger ein.

Die meisten Spezialisten putzten Eingebranntes in der Reinigungsapparatur recht mühelos weg. Einzelne Reiniger versagten beim Reis-Sud oder beim Schmand-Milch-Mix. Die mitgeprüfte Scheuermilch schlägt sich im Vergleich ganz passabel, kann allerdings mit den besten Spezialisten nicht mithalten. Recht kraftlos zeigt sich Mr. Muscle Cera-Fix – gegen eingebrannte Bratensoße und Reis-Sud bleibt er machtlos.

Sauer macht sauber

Ein Phänomen, das sich auf vielen Glaskeramikplatten beobachten lässt, ist ein buntes Schillern. Es entsteht, wenn Salzwasser mehrfach überkocht. Dadurch lagern sich hauchdünne Schichten ab, die das Licht regenbogenfarben reflektieren und sich selbst mit engagiertem Einsatz von Spülmittel nicht wegschrubben lassen. Die meisten Glaskeramikreiniger entfernen die schillernden Schichten mit Bravour. Das gilt für jene Spezialisten, die – etwa mit Zitronensäure – auf einen sauren pH-Wert von 2,6 bis 3,7 eingestellt sind. Dagegen bleiben die geprüften Mittel mit alkalischen pH-Werten von mehr als 9 weitgehend wirkungslos gegen die bunten Rückstände.

Glaskeramikreiniger enthalten neben fettlösenden Tensiden meist sogenannte Abrasivstoffe – feine Scheuerpartikel, die feste Verschmutzungen wegschmirgeln können. Viele Anbieter setzen dabei auf Mikroplastik, wie sie auf Anfrage mitgeteilt haben. Die winzigen Kunststoffteilchen sind hart genug, um Verkrustetes abzurubbeln, aber weich genug, um ein Zerkratzen der Glaskeramikflächen zu verhindern. Deshalb galten sie bisher bei vielen Herstellern als unverzichtbar.

Die Untersuchung der Stiftung Warentest zeigt jedoch: Saubere Resultate erzielen auch Mittel, die Abrasivstoffe auf Basis von Mineralien wie Tonerde und Kieselerde verwenden − und zwar ebenfalls, ohne die Kochfelder zu zerkratzen. Tatsächlich hinterließ kein Glaskeramikreiniger im Test hässliche Kratzspuren oder chemische Schäden wie Flecken oder Mattierungen auf dem Glas – selbst bei starkem Rubbeln. Für alle getesteten Reiniger gilt: Die Materialschonung ist sehr gut.

->  Die meisten Glaskeramikreiniger säubern Kochflächen recht problemlos. Jeder zweite kommt dabei ohne Mikroplastik in der Rezeptur aus, darunter die drei sehr guten Mittel. Die Spitzenreiter unterscheiden sich im Preis enorm: Heitmann ist mit 80 Cent pro 100 Milliliter am günstigsten, bei Bosch Siemens (BSH-Gruppe) kostet die gleiche Menge rund 4 Euro, bei Miele sogar 5,20 Euro. Der günstigste gute Reiniger ohne Mikroplastik ist Domax (40 Cent).

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.