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NWZonline.de Ratgeber

Nur zwei Gele halten Locken super in Form

10.09.2018

Berlin „Mega starker Halt“ für „extreme Looks“ – Haargele werben meist mit Superkräften. Die Stiftung Warentest prüfte 15 teure und günstige Gele an Personen und im Labor: darunter Friseurprodukte wie Marlies Möller, Klassiker wie Wella, günstige aus dem Drogerie- oder Supermarkt. Fazit: Nicht jedes überzeugt mit großer Durchhaltekraft („test“, 9/18). Bestimmte Inhaltsstoffe – den Duftstoff Lilial und synthetische Filmbildner – sehen die Tester kritisch.

„Haargel ist heute wieder ein Thema“, sagt Steven Meth vom Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks. Deutschlandweit greifen rund vier Millionen Menschen mehrmals pro Woche zu Haargel, ergab eine Umfrage der Arbeitsgemeinschaft Verbrauchs- und Medienanalyse. Meist sind es Männer.

Haargel soll vieles in einem kombinieren: die Haare formen, aber nicht verkleben oder beschweren. Wind und Wetter trotzen, aber leicht auswaschbar sein. Die Gele im Test protzen vor allem mit Versprechen zur Haltbarkeit: 24 Stunden „Ultra Starker Halt“ heißt es bei L‘Oréal, „ohne Rückstände, ohne Verkleben, ohne zu beschweren“ bei Rewe und Penny. Auf vielen Tuben steht ein Halte­grad, der zeigen soll, wie stark das Gel ist. Im Test reicht er von 4 bis 8. Nutzern hilft er nur begrenzt: Es gibt keine einheitliche Definition. Jeder Anbieter erfindet eigene Skalen.

Die Stiftung untersuchte die Gele in mehreren Prüfungen. Zwei Friseure beurteilten anhand von 22 Prüfpersonen das Stylingpotenzial der Gele – etwa in Bezug auf Festigkeit, Volumen und Glanz der Frisuren. Im zweiten Schritt benutzten Testpersonen die Gele zu Hause und bewerteten, wie sie sich im Alltag anwenden lassen. Als Drittes prüfte die Stiftung ihre Haltbarkeit im Labor. Dazu schüttelten sie beispielsweise gegelte Haarlocken, um so eine Tragedauer von einem Tag zu simulieren. Fazit: Gute Stylingergebnisse lassen sich mit vielen Produkten erzielen, doch im Punkt Haltbarkeit sollten Nutzer lieber realistische Erwartungen haben.

Nur zwei Gele hielten die Locken super in Form: Schwarzkopf Osis+ Rock Hard für 6,95 Euro pro 100 Milliliter und das viel günstigere dm Balea Men Maximum Power Styling Gel für 1,03 Euro/100 ml. Das günstigste gute Gel ist Aldi Süd Kür für 57 Cent pro 100 Milliliter. Insgesamt verdienen fünf von 15 Gelen die Gesamtnote Gut.

Vier Haargele werteten die Tester wegen des Duftstoffs Lilial ab. In Inhaltsstofflisten taucht er unter dem Namen Butylphenyl Methylpropional auf. Grund: Lilial kann möglicherweise das Erbgut verändern und hat nach Ansicht der Tester in Kosmetika nichts zu suchen.

Alle Haargele enthalten wasserlösliche Polymere, auch Filmbildner genannt. Diese Kunststoffe sorgen erst für die gelartige Konsistenz der Produkte und dafür, dass das Haar fest wird. Die ökologischen Auswirkungen der Polymere sind unzureichend erforscht und schwer abzuschätzen. Klar ist aber, dass einige – etwa Carbomer, PVA und PVP – schwer abbaubar sind.

Umweltbewusste Nutzer können zu den zwei Naturkosmetik-Gelen im Test von dm Alverde und Rossmann Alterra greifen. Beide erwiesen sich als echte Alternative zu konventionellen Haargelen: Die Styling-, Haltbarkeits- und Anwendungsprüfung bestanden sie mit gut. Konsistenz und Duft sind allerdings gewöhnungsbedürftig, wie die Prüfpersonen berichten.

->  Bestes Stylingergebnis und stärksten Halt erreicht ein Haargel vom Friseur: Schwarzkopf Osis + Rock Hard. Mit 6,95 Euro pro 100 Milliliter ist es recht teuer. Ähnlich gut, mit 1,03 Euro aber viel günstiger: dm Balea Men Maximum Power Styling Gel. Das günstigste gute Gel ist Aldi Süd Kür (57 Cent). Gut und frei von synthetischen Polymeren sind die Naturkosmetika dm Alverde (1,30 Euro) und Rossmann Altera (1,49 Euro).

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