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NWZonline.de Ratgeber

Pflegeversicherung: Private Vorsorge nur mit sicherem Einkommen

23.10.2017

Berlin Gesetzliche Pflegeversicherung, Rente und Vermögen reichen oft nicht, die Kosten im Pflegefall zu decken. Das zusätzlich benötigte Geld kann aus einer privaten Pflegezusatzversicherung kommen. Anlass für die Stiftung Warentest, 35 private Pflegeversicherungstarife zu testen.

Untersucht hat die Zeitschrift „Finanztest“ Angebote für Modellkunden, die sich mit 55 Jahren versichern und rund 87 Euro im Monat zahlen. Und solche mit etwa 56 Euro Monatsbeitrag für 45-jährige Neukunden. Das Fazit in der November-Ausgabe von „Finanztest“: Eine private Pflegeversicherung ist nur sinnvoll für diejenigen, die sich steigende Beiträge ein Leben lang leisten können. Die Police sollte auf jeden Fall ausreichende Leistungen für die unteren Pflegegrade vorsehen. Da die meisten Menschen zu Hause versorgt werden, sollte in allen Graden für ambulante Pflege genug Geld da sein.   Untersucht wurden 31 Angebote für Pflegetagegeldversicherungen. Die besten Tarife für 55-Jährige sind der flexible Tarif Deutschland-Pflege Flex der DFV, PTG der DKV und PGA, PGS der HanseMerkur. Sie erhielten das Qualitätsurteil gut (Note 1,6). Das Tagegeld beträgt je nach Tarif zwischen 50 und 75 Euro. 45-Jährige mit 56 Euro Monatsbeitrag fahren am besten mit den sehr guten Tarifen PGA, PGS der HanseMerkur und PTPU der Württembergischen.  Eine Pflegekostenversicherung ist vor allem geeignet, wenn man vorhat, sich von professionellen Kräften pflegen zu lassen.

Bevor Interessierte sich auf die Suche nach dem besten Angebot machen, sollten sie sich überlegen, ob diese Art der Absicherung überhaupt für sie infrage kommt. Denn Kunden müssen die Beiträge immer weiter zahlen – oft sogar, wenn sie pflegebedürftig sind.

Sie können bei manchen Versicherern allenfalls vorübergehend aussetzen, zum Beispiel bei Arbeitslosigkeit. Wer aber die Beiträge gar nicht mehr aufbringen kann und kündigen muss, verliert den Versicherungsschutz und bekommt von dem bis dahin eingezahlten Geld nichts zurück.

Eine Pflegepolice ist also nur dann sinnvoll, wenn man ein langfristig sicheres und ausreichend hohes Einkommen hat. In solchen Fällen ist eine zusätzliche Absicherung für den Pflegefall zu empfehlen. Denn Pflege ist teuer. Selbst wenn sich jemand eine private Vorsorge von etwa 100 000 Euro zusammengespart hat, kommt er damit nur gut drei Jahre lang aus, falls er beispielsweise 2500 Euro im Monat für eine 24-Stunden-Betreuungskraft braucht.

->  Pflegetagegeld: Bei diesen Policen erhalten Sie frei verfügbare Geldbeträge. Die können Sie etwa Angehörigen oder Freunden geben, wenn diese Ihnen helfen – oder Sie engagieren einen ambulanten Pflegedienst. So können Sie eventuell länger zu Hause wohnen bleiben.

-> Pflegekostentarife: Pflegekostenversicherungen verdoppeln oft die Leistungen der gesetzlichen Versicherung. Das nützt Ihnen am meisten für professionelle Pflege, weniger für privat organisierte Hilfe.

-> Pflege-Bahr: Die staatlich geförderte private Pflegezusatzversicherung empfiehlt „Finanztest“ nicht. Sie ist teuer und schließt die Versorgungslücke nicht.

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