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Reisekasse Zwei Karten müssen mit ins Gepäck

ftd

BERLIN - Pauschaltouristen haben das meiste schon bezahlt. Für den Rest reicht in Europa die Girocard der Hausbank. Urlauber, die ihre Reise selbst planen oder deren Pauschalreise über Europa hin­ausführt, sollten dagegen immer zwei Karten dabeihaben. Denn nicht jede Karte ist überall einsetzbar, warnt die Zeitschrift Finanztest. Seit 2010 ist es besonders wichtig, darauf zu achten, weil mehr und mehr Girocards in fernen Ländern nicht funktionieren. Die Reisenden sollten die Girocard mit einer Kreditkarte oder der Postbank Sparcard kombinieren.

Zwei Symbole

Die Girocard ist die wichtigste Karte für jeden Reisenden. Jeder Bankkunde mit Girokonto bekommt sie von seiner Bank. Viele Kunden nennen sie noch ec-Karte. Die Karte trägt zwei Symbole: eines steht für den Einsatz in Deutschland, das andere fürs Ausland.

Das Symbol Girocard hat seit 2008 schrittweise die verschiedenen ec- und Electronic-Cash-Zeichen auf den Bankkundenkarten ersetzt. Es steht für die zwei Möglichkeiten, die Karte in Deutschland zu nutzen: Kunden können damit bezahlen und Geld am Automaten abheben.

Für den Auslandseinsatz steht das blau-rote Zeichen Maestro. Es ziert immer noch die meisten Girocards deutscher Banken und Sparkassen. Es steht seit 1992 für die Möglichkeit, die deutsche Bankkarte auch außerhalb Deutschlands am Geldautomaten und an elektronischen Kassen einzusetzen. Das geht weltweit an über 14 Millionen Stellen, sogar in den USA oder in fernöstlichen Ländern. Anders als in Deutschland muss der Kunde nicht nur beim Geldabheben, sondern immer auch beim Bezahlen seine Geheimzahl, die Pin, eingeben.

Das blau-gelbe V-Pay-Zeichen steht seit 2010 häufiger anstelle des Maestro-Zeichens. Auf dieses System haben Postbank, Targobank, BW-Bank, LBB, einige Sparkassen sowie Volks- und Raiffeisenbanken umgestellt.

V-Pay-Karten sind mit einem Chip ausgestattet, der die Karte sicherer macht. Betrüger können nicht so leicht ein funktionsfähiges Kartendoppel herstellen. V-Pay-Kartenbesitzer werden bei nahezu allen Transaktionen zur Eingabe der Pin aufgefordert.

Im Gegensatz zu Maestro funktioniert eine V-Pay-Karte nicht überall auf der Welt. Die Kunden können sie in allen EU-Ländern nutzen, außerdem in der Schweiz, der Türkei, in Andorra, Bosnien-Herzegowina, Gibraltar, Island, Israel, Kroatien, Liechtenstein, Monaco, Montenegro, Norwegen, San Marino, Serbien und Vatikanstadt.

Mit einer Kreditkarte können Kunden im In- und Ausland wie mit der Girocard im Handel bezahlen oder Geld am Automaten abheben. Im Unterschied zur Girocard wird das ausgegebene Geld meist nicht sofort vom Konto abgebucht, sondern oft in einer Summe einmal im Monat. Die meisten Kreditkarten kosten je nach Ausstattung eine Jahresgebühr zwischen 20 und 50 Euro. Kreditkarten sind nicht an ein Girokonto gebunden.

Unterschiedliche Kosten

In Deutschland sind etwa 30 Millionen Kreditkarten von Mastercard und Visa im Umlauf. Die beiden Unternehmen teilen sich in etwa den Markt, ihre Karten werden weltweit an ähnlich vielen Stellen akzeptiert.

Was der Einsatz einer Plastikkarte kostet, hängt davon ab, ob der Kunde sie in der Eurozone oder anderswo verwendet. Außerdem gibt es Unterschiede zwischen Bezahlen und Geldabheben.

In den Euroländern ist Einkaufen mit der Girocard kostenlos. Außerhalb der Eurozone berechnet die Bank meist ein Prozent vom Umsatz. Urlauber, die mit der Girocard Bargeld am Automaten holen, müssen im Ausland dafür ein Prozent vom Betrag bezahlen, mindestens 3,50 Euro, manchmal auch zehn Euro.

Auch mit der Kreditkarte kostet Shoppen in den Euroländern nichts, außerhalb dieser Länder wird ein Auslandseinsatzentgelt von ein bis zwei Prozent vom Umsatz fällig. Wer mit der Kreditkarte Geld abhebt, muss in Euroländern mit Kosten von zwei bis vier Prozent vom Umsatz, mindestens jedoch fünf bis 7,50 Euro rechnen. In den übrigen Ländern kommt zu diesen Kosten noch die Auslandseinsatzgebühr hinzu.

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