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NWZonline.de Ratgeber

Auch Vietnamesen bauen mit Backstein

21.10.2017

Bremen Die perforierte Backstein-Fassade eines Einfamilienhauses in Da Nang/Vietnam faszinierte die Jury des Architekturwettbewerbs ebenso wie die eindrucksvollen Schwünge in der Fassade des Hauptgebäudes der Bremer Landesbank am Domshof – die Architekten der beiden Gebäude zählen zu den Preisträgern des Fritz-Höger-Preises, der 2017 zum vierten Mal vergeben wurde. Das Bremer Bankgebäude des Architekturbüros Caruso St John Architects (London/Zürich) erhielt sogar den höchsten Preis des renommierten Wettbewerbs, den sogenannten „Winner Grand Prix“ (Kategorie Büro- und Gewerbebauten).

„Einerseits macht das Projekt den Bezug zu seinem Ort deutlich, andererseits spielt es mit selten gesehener Raffinesse den Werkstoff Backstein aus“, urteilt die Jury zum Entwurf von Caruso St John Architecs. In der Tat strukturieren verschiedene Formen – geschwungene, runde und eckige Klinkersteine – die Fassade. Formsteine und verschiedene Formate – die Hersteller haben das traditionelle Klinkerformat (normalerweise 24 Zentimeter Kantenlänge, 11 Zentimeter breit, 5,2 bis 7 Zentimeter hoch) um viele Facetten bereichert, und die Architekten spielen genussvoll mit diesem Baumaterial.

Mehr als 600 Projekte sind in diesem Jahr für den Fritz-Höger-Preis eingereicht worden, 20 Prozent mehr als 2014, freuen sich Ernst Buchow, Geschäftsführer der Bockhorner Klinkerziegelei Uhlhorn und Vorsitzender der „Initiative zweischalige Wand“, sowie Eckart Linow von Röben Tonbaustoffe (Zetel, Kreis Friesland) und stellvertretender Vorsitzender der Initiative, die den Höger-Wettbewerb veranstaltet.

Seit 2008 wird der Höger-Preis alle drei Jahre vergeben. Er erinnert an den norddeutschen Baumeister Fritz Höger, der als bedeutendster Architekt des Backstein-Expressionismus gilt. Zu seinen Werken gehört der kühne Entwurf für das berühmte Chile-Haus in Hamburg, das Krankenhaus in Delmenhorst, der Wasserturm in Bad Zwischenahn und das Rathaus in Wilhelmshaven – allesamt aus Klinkern gemauert.

Zwar stiften die Baustoff-Hersteller das Preisgeld von 10 000 Euro, aus der Bewertung der Arbeiten halten sie sich heraus, betont Ernst Buchow. In der Jury wirken unter anderen Heiner Farwick (Präsident des Bundes Deutscher Architekten) und Kaye Geipel (stellvertretender Chefredakteur des Architekturmagazins „Bauwelt“) mit. „Es ist deutlich geworden, dass die Planer das Produkt Backstein deutlicher wahrnehmen“, sagt Buchow zu den Erfahrungen mit dem Architekturwettbewerb.

 Vietnam

Die Zurückhaltung der Hersteller haben die Internationalität des Wettbewerbs gefördert: Ein Viertel der 600 Beiträge stammen aus dem Ausland – so wie der prämierte Einfamilienhaus-Entwurf des Büros „Tropical Space“ aus Ho-Chi-Minh-Stadt mit der perforierten Fassade, die zugleich für Atmung sorgt.

 Belgien

Wie ein zeitgemäßes mehrgeschossiges Wohngebäude ausschauen kann, zeigen Tony Fretton Architects (London) in Antwerpen, wo am Westkaai 16-geschossige Gebäude in Backstein-Architektur entstanden sind.

 Polen

Ein ungewöhnliches Backstein-Gebäude ist das Shakespeare-Theater im Stadtzen­trum in Danzig/Polen. Renato Rizzi (Rovereto/Italien) hat den kühnen Entwurf eines Theatergebäudes in dunkler Backstein-Architektur realisiert.

 Spanien

Das Zusammenspiel alter historischer Fragmente und moderner Backstein-Architektur hat das Büro „AleaOlea architecture & landscape“ in Lleida/Spanien realisiert. Die Sanierung der gotischen Kirche Vilanova de la Barca lässt das Vergangene durch den Kontrast zwischen Bestand und Neubau erfahren, urteilte die Jury.

 Deutschland

Auch energieeffiziente Bauweise ist eine Preiskategorie beim Höger-Preis. So ging ein Preis an den Neubau der Hessenwaldschule in Weiterstadt/Hessen (Wulf Architekten, Stuttgart). „Das hellgrau geschlämmte Sichtmauerwerk unterstützt die Klarheit der Architektursprache. Die Architektur ist bis ins Detail sensibel ausgeführt und erfüllt unter energetischen Gesichtspunkten die Nachhaltigkeitsanforderungen“, lobten die Juroren. In der Kategorie Gewerbebauten erhielt das Büro „Neun Grad Architektur“ aus Oldenburg eine besondere Erwähnung für den Neubau eines Vollversorgermarkts in Oldenburg. Auch das Büro Vickers Architekten (Lingen) war beim Fritz-Höger-Preis 2017 nominiert für den Neubau eines Einfamilienhauses mit Klinkerfassade.

Hans Begerow Leitung / Politik/Region
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