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NWZonline.de Ratgeber

Drei Geräte bekommen es gebacken

27.02.2017

Berlin Backöfen stehen in jeder Küche – aber nicht jeder Backofen arbeitet optimal. Schafft der Ofen genügend Wärme heran? Verteilt er sie gleichförmig in der Röhre, damit nichts anbrennt? Wie gelingen Kuchen, und was taugt der Grill? Wie steht es mit der Ausstattung? Die Stiftung Warentest hat 13 Backöfen getestet – die Unterschiede waren beträchtlich („test“, 3/17). Die Noten beim Backen reichen von Sehr gut bis Ausreichend, die Preise von 240 bis 1000 Euro. Das Fazit: Nur wenige Öfen arbeiten auf Knopfdruck gut. Bei den meisten heißt es: ausprobieren.

Schwarze Ecken

Im Test traten elektrische Einbaubacköfen gegeneinander an. Die Stiftung Warentest wählte das meistverkaufte Preissegment von günstig bis Mittelklasse. Die teuren Öfen mit Bratensonden oder eingespeisten Rezepten blieben außen vor. Das Testergebnis: Nur drei Geräte liefern auf Anhieb gute und sehr gute Resultate in allen Bereichen des Backens: Siemens, Neff und Bosch.

Vorgegangen sind die Tester ganz praktisch: So verteilten sie zum Beispiel kleine Sandkuchen − neudeutsch Muffins genannt – auf einem oder zwei Backblechen übereinander. Da gab es dann manche schwarze Ecken. Gravierend war der Unterschied zwischen dem unteren und dem oberen Blech im Respekta: Während die kleinen Küchlein auf der unteren Etage schön gleichmäßig gebräunt aus der Röhre kamen, wurden sie oben mal nicht gar und mal zu dunkel.

Biskuittorten in den Geräten von Beko und Ikea gelangen einmal vorzüglich, dann wieder war die Kruste hart und der Teig innen noch recht pampig.

Im aktuellen Test backten die Tester zunächst nach der beiliegenden Gebrauchsanweisung: War dort eine Einstellung zum Beispiel für den Biskuitteig vorgegeben, wurde diese Temperatur und Backzeit eingestellt. War das Resultat nicht gut, kam ein Standardrezept zum Zuge.

Stets mussten sowohl die Heißluft als auch die Kombination Ober-/Unterhitze ran. Beko und Ikea schwächelten beim Wärmenachschub, halten also die Temperatur im Innern nicht so konstant. Amica, Gorenje und Beko haben Defizite bei der räumlichen Wärmeverteilung in der Ober- und Unterhitzeeinstellung. Immerhin: Neff und Bosch waren auf Anhieb in allen Backeinstellungen gut oder sehr gut, Siemens sogar ausschließlich sehr gut.

Schlechter sah es mit dem Putzen aus. Backbleche, Seitenwände, Rückwand – alles kriegt im Ofen sein Fett weg oder muss mit Teig- und Zuckerkrusten zurechtkommen. Bei den meisten Geräten ist dann aufwendiges Putzen und Schrubben angesagt.

Zwei Geräte brennen Fett ganz passabel mit Hilfe der sogenannten Pyrolyse bei 500 Grad weg. Das kostet jedoch bis zu sieben Kilowattstunden Strom, genug für ein Dutzend Biskuittorten. Und die Marmelade- und Teigreste bleiben dabei noch kleben. Nur das Miele-Gerät im Test schneidet beim Reinigen sehr gut ab, dank einer cleveren Beschichtung auf den Backblechen.

Praktische Schienen

Sechs Öfen sind ab Werk mit den praktischen ausfahrbaren Teleskopschienen ausgestattet. Das Bratgut kann so ohne Umstände begutachtet, begossen und wieder in die Röhre gefahren werden. Bei den anderen Backöfen sind die Teleskope nachrüstbar − außer bei zwei Modellen. Unterschiedlich ist auch die Röhrenhöhe. Manche Modelle hätten Probleme, eine Pute aufzunehmen. Auch den Grill zur Reinigung abklappen können nicht alle. Andere wieder bieten das standardmäßig und dazu noch eine Auswahl an verschiedenen Frontfarben – passend zur Küche.

Seit dem Jahr 2015 gilt das aktuelle Energielabel für Einbaubacköfen. Schlechter als Klasse B darf keiner mehr abschneiden. Das schaffen alle. Jedoch nutzen einige Öfen die kleinen Lücken der EU-Verordnung und rechnen sich die Klasse schön − ganz ohne Röhreneinsätze und Backbleche zum Beispiel. Alles legal, aber irreführend. Unter realistischen Backbedingungen lag die Klasse teilweise nicht bei A+, sondern bei B.

->  Sehr gut backen nur die punktgleichen Testsieger Neff B45CR22NO für 715 Euro und Siemens HB634GBS1 für 590 Euro. Knapp dahinter liegt Miele H2661-1B für 985 Euro, der als Reinigungswunder glänzt. Mit Abstand günstigster guter Backofen ist der Hanseatic 65DEE40106 für 300 Euro. Er heizt jedoch langsam auf und wird dann deutlich heißer, als er anzeigt.

-> Tipp: Gebäck gelingt meist auch mit niedrigeren Temperaturen, als das Rezept verlangt. Es braucht dann nur etwas länger. Regeln Sie also die Temperatur herunter, wenn Ihr Ofen tendenziell zu heiß wird.

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