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NWZonline.de Ratgeber

CAMCORDER: Gestochen scharfe Bilder – schlechter Ton

20.07.2009

BERLIN Die HD-Technologie (High Definition) führte zu einem Quantensprung in der Videoqualität. Fast jeder zweite von der Stiftung Warentest geprüfte Camcorder zeichnet mittlerweile in HD auf. Die gestochen scharfen Aufnahmen vieler Geräte lassen Urlaubsfilmer-Herzen höher schlagen. Die besten macht der Sanyo Xacti VPC-HD2000.

Aber nicht überall, wo HD draufsteht, ist auch HD drin. Zwei der günstigsten HD-Camcorder kosten zwar unter 200 Euro, ihre Videos sind aber beim Kodak Zi6 schlicht „ausreichend“ und beim Medion Life „mangelhaft“ („test“, 07/09).

Die Hersteller scheinen weiterhin ganz auf die Entwicklung ihrer HD-Geräte zu setzen. Das würde erklären, dass die Videoqualität der bisher üblichen SD-Camcorder (Standard Definition) im Laufe der letzten Jahre immer schlechter wurde. Der Sony DCR-SR77E ist mit seinen „befriedigenden“ Videos noch der Spitzenreiter unter ihnen. Das Medium der Zukunft ist die Speicherkarte. Alle getesteten Geräte nutzen sie, denn Speicherkarten werden immer günstiger, sind klein und geräuschneutral, was sich positiv auf den Ton auswirkt.

Aber auch die Liste der negativen Punkte ist lang. So verzichten die Hersteller vermehrt darauf, ihre Geräte mit einem Sucher zu versehen. Im Test haben ihn nur noch der vergleichsweise teure Panasonic HDC-HS300 und der Sony DCR-DVD450E. Der fehlende Sucher kann aber gerade bei Sonnenschein zum Nachteil werden. Dann ist oft nur wenig auf den ausklappbaren Monitoren der Geräte zu erkennen.

Die größte Schwachstelle der neuen Camcorder aber ist die Tonqualität. Keiner liefert einen mehr als „befriedigenden“ Ton. Da die Geräte immer kleiner werden, liegt das Mikro immer dichter an internen Störquellen. So zeichnet es munter alle Geräusche auf, sei es vom Zoommotor, vom Lüfter oder vom Laufwerk. Das macht sich später negativ auf den Aufnahmen bemerkbar. Schlusslichter sind auch hier der Kodak Zi6 und der Medion Life. Große Unterschiede gibt es bei der Betriebsdauer. Die Spanne reicht von 65 Minuten beim Panasonic SDR-SW21 bis über zweieinhalb Stunden beim JVC GZ-MS120. Unpraktisch ist, dass sich der Akku nur bei fünf Geräten unabhängig vom Camcorder laden lässt.

Während die Hersteller günstigerer SD-Camcorder mit bis zu 70-facher Vergrößerung protzen, beschränken sich die qualitativ hochwertigeren Geräte auf das fünf- bis 15-Fache. Und das aus gutem Grund: Die riesigen Zooms können von keinem Bildstabilisator mehr kompensiert werden. Die Konsequenz sind verwackelte Aufnahmen. Wer also den Kauf eines Camcorders plant, sollte sich vorher genau überlegen, was er damit anstellen möchte. Der versierte Halbprofi ist mit einem HD-Camcorder mit Festplatte oder Speicherkarte gut beraten. Für den technisch wenig begeisterten Hobbyfilmer tut es auch ein DVD-Camcorder. Allerdings passen auf eine DVD nur etwa 20 Minuten Aufnahme in höchster Qualität.

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