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NWZonline.de Ratgeber

Gezischel stört auf der Insel der Ruhe

18.07.2011

BERLIN Das laute Rauschen im Langstreckenflugzeug ist auf ein leises Säuseln reduziert. Stattdessen erklingt in angenehmer Lautstärke Antonin Dvoraks 9. Sinfonie „Aus der Neuen Welt“ aus dem Kopfhörer. Wer so entspannt nach Amerika fliegt, nutzt einen geräuschreduzierenden Kopfhörer: ein Kopfhörersystem, das die Umgebungsgeräusche per Mikrofon aufnimmt, Gegenschall erzeugt und damit den Lärm am Ohr „löscht“.

13 Modelle im Test

Die Stiftung Warentest hat 13 geräuschmindernde Kopfhörer geprüft („test“, 7/11). Doch nur drei klingen und dämpfen gut: Bose QuietComfort 15 für 350 Euro, Creative Aurvana X-Fi für 168 Euro und Panasonic RP-HC700 für 158 Euro. Guten Klang bietet sonst nur noch der JVC HA-NC250 (121 Euro). Doch dessen Reduktion arbeitet recht dürftig. Interessant hierbei: Eine gute Geräuschreduktion erreichten im Test nur ohrumschließende Kopfhörer. Ohraufliegende Modelle bekamen für diese Funktion nur ausreichende Noten.

Die Geräuschreduktion benötigt Energie. Deshalb nutzen die Kopfhörer Batterien oder Akkus. Der Sennheiser arbeitet nur neun Stunden, dann ist der Akku leer. Bose mit der besten Geräuschminderung kommt auf 26 Betriebsstunden, das reicht für sehr lange Flugreisen. Bis auf einen akzeptieren alle geprüften Kopfhörer herkömmliche Batterien oder Akkus der Bauformen AA (Mignon) oder AAA (Micro).

Am Bose-Modell haben die Tester geprüft, ob der Betrieb mit Akkus statt Primärbatterien Nachteile bringt. Das war nicht der Fall: Handelsübliche NiMH-Akkus (Kapazität: 700 mAh) halten genauso lange wie Primärbatterien. Beim Bose und bei den geprüften Modellen von Monster und Sony ist der Ersatzakku doppelt wichtig: Denn während alle anderen Modelle ohne Strom wenigstens noch als normale Kopfhörer funktionieren, schalten die drei bei zu geringem Stromfluss einfach ab.

Als Gehörschutz geeignet

Plötzlich und unerwartet ohne Kopfhörer könnten auch die Nutzer des JVC dastehen. Der hat eine Schwachstelle an der Hörmuschelbefestigung. Den Falltest aus 1,80 Meter Höhe hielt er nicht stand. Bei den anderen Modellen ging schlimmstenfalls das Batteriefach auf oder das Ohrpolster ab – alles mit wenigen Handgriffen reparabel.

Bei aller Geräuschreduktion sollte es natürlich auch nach außen hin leise sein. Jeder kennt das nervende Gezischel, wenn der Nachbar im Flugzeug oder Zug schlecht dämmende Kopfhörer verwendet. Selbst von den Modellen mit guter Geräuschminderung behalten nur Panasonic und Sony das Tonprogramm weitgehend für sich. Das Gezischel verstummt, wenn die Kopfhörer als Gehörschutz verwendet werden. Dazu sind sie wegen ihrer Bauart oft geeignet. Wer nach langem Sinfonie-Hören nur noch schlafen will, zieht das Kabel aus der Kopfhörermuschel und lehnt sich entspannt zurück.

   Gute Qualität und eine mindestens gute Geräuschreduktion empfehlen die ohrumschließenden Kopfhörer Bose QuietComfort 15 (350 Euro), Creative Aurvana X-Fi (168 Euro), Panasonic RP-HC700 (158 Euro) und Sony MDR-NC500D (320 Euro).  Nur ausreichend mindern die ohraufliegenden Hörer Geräusche. Der beste davon JVC HA-NC250 (121 Euro) klingt gut. Der noch gute Im-Ohr-Hörer Denon AH-NC600 (192 Euro) ist einfach zu handhaben.

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