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NWZonline.de Ratgeber

Garten: Im bunten Blütenmeer der Rosenbäume

20.05.2017

Ammerland Die Blüte der Rhododendren und Azaleen ist nicht nur für Gartenbesitzer einer der Höhepunkte im Gartenjahr. Die Blütezeit der Rosenbäume, wie sie übersetzt heißen, lockt alljährlich auch viele Tausend Touristen in den Nordwesten. Bis in den Juni hinein sind Gärten, Parks und die Rhododendron-Ausstellungen in ein buntes Blütenmeer getaucht.

Die Vielfalt der Rosenbäume (aus dem Griechischen von rhodon = Rose und dendron = Baum) ist beeindruckend und wird von keiner anderen Gehölzgruppe erreicht. Die Zahl der wildwachsenden Rhododendren, die in Asien, mit einigen Arten auch in Europa und Nordamerika beheimatet sind, liegt bei etwa 1000 Arten. Die Sorten und Züchtungen schätzen Experten auf über 30 000.

Weltweit im Mittelpunkt

Der Leiter des 46 Hektar großen Rhododendronparks und Botanischen Gartens in Bremen, Dr. Hartwig Schepker, sieht im nordwestdeutschen Raum mit Bremen, Wiesmoor und dem Ammerland das weltweit größte Zen­trum der Rhododendron-Kultur. „Es gibt sonst keine Ecke auf der Welt, wo in einem Umkreis von 50 bis 70 Kilometern die Rhododendren so im gärtnerischen Mittelpunkt stehen, was die Produktion, Züchtung und Kultur, aber auch die Information und Ausstellung betrifft“, sagt Schepker. Er leitet seit zwölf Jahren den im Jahr 1937 gegründeten Park, der mit 600 Wildarten und über 3000 Züchtungen die weltweit zweitgrößte Rhododendron-Sammlung besitzt. Besucher sollten schon ein paar Stunden für die Tausenden von blühenden Rhododendron und Azaleen einplanen.

Im 14 Hektar großen Park der Gärten in Bad Zwischenahn (Kreis Ammerland) liefern über 40 Mustergärten viele Ideen für Gartengestaltung und -konzepte. Die Gartenschau beherbergt auch den 3,5 Hektar großen Rhododendronpark und das angrenzende Arboretum, in dem etwa 2000 Rhododendronarten und -sorten gezeigt werden.

„Es handelt sich um eines der umfangreichsten Sortimente an Freilandrhododendren auf dem europäischen Kontinent“, betont der gärtnerische Leiter Björn Ehsen. Neben dem Überblick über die Sortenentwicklung der vergangenen 200 Jahre gibt es einen Garten der empfehlenswerten Sorten, wobei Blüte, Winterhärte, ansprechende Belaubung und harmonische Wuchsform einige der Auswahlkriterien sind. „Der gesamte Rhododendronpark bietet viele Gestaltungsbeispiele für die Verwendung dieser Ammerländer Nationalpflanze“, sagt Ehsen.

Der 70 Hektar große Rhododendronpark Hobbie in Linswege bei Westerstede gilt als der flächenmäßig größte in Deutschland. Im Jahr 1928 hat der Gründer und bekannte Rhododendronzüchter Dietrich G. Hobbie die ersten Rhododendronsamen in den Boden gebracht. Mittlerweile wird die familiengeführte Anlage in der dritten Generation betrieben „Und die vierte, die vielleicht einmal den Betrieb übernehmen kann, wächst gerade heran“, sagt Birgit Hobbie. Sie ist seit über zehn Jahren Betriebsleiterin des Parks, der 365 Tage im Jahr geöffnet ist, allerdings den Hauptansturm der Besucher zur Rhododendronblüte erlebt. Nur in dieser Zeit bis Mitte Juni wird Eintritt erhoben.

Prominente Züchtungen

Der Landschaftspark in Linswege zeigt neben einer Fülle blühender Rhododen­dren, deren älteste Exemplare fast 100 Jahre alt sind und bis zu neun Meter groß werden, diverse forstbotanische Raritäten wie Sicheltanne, Kupferbirke und Mammutbäume. Ein Pfad der Rhododendron-Stammschönheiten, ein Azaleen- und Yakushimanum-Garten und der Skulpturenpark runden das Angebot ab.

Seit über 200 Jahren werden Rhododendren im Ammerland kultiviert. „80 Prozent aller in Deutschland vermarkteten Rhododendren stammen aus dieser Region“, sagt Jan-Dieter Bruns, Chef des seit 1876 bestehenden Familienbetriebs Bruns-Pflanzen. Die 500 Hektar große Baumschule ist eine der größten in Europa.

25 Hektar davon umfassen den Rhododendronpark, der im Gristeder Wald zwischen Bad Zwischenahn nach Wiefelstede gelegen ist. Der ab 1950 von Erich und Wilhelm Bruns angelegte Park beherbergt unter dem Dach verschiedener Nadelgehölze über 1000 verschiedene Rhododendron- und Azaleen-Sorten. Daneben sind weitläufige, mit Beeten, Hecken und Weihern durchsetzte Freiflächen entstanden.

Der Parkgründer Wilhelm Bruns (1912–2003) gilt als einer der bedeutendsten Rhododendronzüchter. Gleich im Eingangsbereich des Parks in Gristede sind einige seiner Züchtungen zu bestaunen, darunter „Berliner Liebe“, „Henri Nannen“ und „Rhododendronpark Bremen“, aber auch die von den Ehefrauen und Lebenspartnerinnen der Bundespräsidenten getauften und nach ihnen benannten Züchtungen. Zu diesem Zweck gaben sich unter anderen Marianne von Weizsäcker und Daniela Schadt im Ammerland die Ehre.

Unter dem Motto „Rhododendron und ihre Begleiter“ bietet der Verein zur Förderung der Gartenkultur an diesem Wochenende (20. und 21. Mai) eine Fülle von Informationen für alle Rhododendronfreunde. An den beiden Tagen können sich die Besucher im Park der Gärten in Bad Zwischenahn (Elmenloher Straße 40) von 9.30 bis 18 Uhr mit der Vielfalt der Pflanzengruppe vertraut machen. Es gibt unter anderem Tipps zur Düngung, zum Schnitt und zur allgemeinen Pflege.

Bei der Aktion „Lassen Sie sich Ihren Wunsch-Rhododendron veredeln“ werden Fachleute vor den Augen der Besucher Jungpflanzen mit verschiedenen Sorten veredeln. Die fertigen Veredelungen können Interessenten gegen eine kleine Spende mit nach Hause nehmen und weiterkultivieren.

Ein geführter Rundgang durch den Rhododendronpark mit dem gärtnerischen Leiter Björn Ehsen findet an diesem Sonntag um 15 Uhr statt. Start ist am Gartentreff beim Pavillon.


     www.park-der-gaerten.de 
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