Ein Tattoo ist für die Ewigkeit. Aus diesem Grunde gilt: Augen auf bei der Motivwahl und auch bei der Entscheidung, auf welcher Körperstelle man ein Bildchen für immer haben möchte.

Man sollte nicht aus einer Bierlaune heraus handeln und sich lieber ein Studio suchen mit einer guten intensiven Beratung, die ruhig Zeit in Anspruch nehmen darf. In jungen Jahren mag man sich denken, dass eine Rose auf der linken Brust ein ganz toller Körperschmuck ist, aber diese Blume wird verblühen – wie der Rest des alternden Körpers.

Marco ist schon weg, nun soll auch das Tattoo verschwinden, das wird teuer.

TATTOOSTUDIOS IM NORDWESTEN Wenn der Name der Ex endlich weg soll: So wird man ungeliebte Tattoos los

Inga Mennen
Im Nordwesten

Auch ich trage drei Tattoos und habe sie mir erst spät als 50-Jährige stechen lassen, aber an Stellen, die nicht noch schlaffer werden können, also an Knöchel und Unterarm. Bewusst fiel die Entscheidung, die Tattoos am Unterarm so zu platzieren, dass ich sie selbst jeden Tag zu jeder Zeit sehen kann. Denn – und das sollte das wichtigste bei der Entscheidung für ein Tattoo sein – ich mache das für mich selbst und nicht für andere. Die Liebe zu meinem Mann beweise ich ihm nicht dadurch, dass auf meinem Unterschenkel groß sein Vorname prangt.

Tattoos – Tipps der Expertin

Seit der Steinzeit gibt es Tattoos. Römer markierten damit ihre Sklaven und ägyptische Priesterinnen schmückten sich mit den Bildern unter der Haut. Der Engländer Thomas Cook lernte im 18. Jahrhundert auf der Insel Tahiti gemusterte Männer kennen. Sie hämmerten sich dort ihre Tattoos unter die Haut – die Kunst hieß „Tatau“ woraus im englischen Tattoo wurde und im Deutschen das Tätowieren. Es bedeutet „kunstvoll gehämmert“.

Das Tattoo wird in die Haut gemalt und heute nicht mehr gehämmert, sondern gestochen. An der Spitze des Tattoo-Gerätes sitzen Nadeln, die die Farbtröpfchen unter die Haut einbringen. Die Farbpigmente lagern sich in der Haut ab – für immer.

Mädchen und Jungen ab 16 bis 18 Jahre benötigen eine Einverständniserklärung der Eltern, um sich tätowieren zu lassen.

Die Tätowiererin Jolanda Kleinostendarp rät, sich ein Tattoostudio genau anzusehen. Oft sind die Tätowierer auf besondere Darstellungen spezialisiert und der Kunde sollte sich informieren, ob das Angebot des Studios zu den eignen Vorstellungen passt.

Inga Mennen
Inga Mennen Thementeam Soziales