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NWZonline.de Ratgeber

Minderwertige Füllung raubt den Schlaf

18.11.2013

Berlin Best of Masuren nennt Kauffmann seine Daunendecke. Sie schmiegt sich perfekt an, hält kuschlig-warm und steckt voll hochwertiger Daunen. Ein Traum für 500 Euro. Doch nach dem Waschen ist der Traum vorbei, schreibt die Zeitschrift „test“ in ihrer November-Ausgabe:

Die Füllung verrutscht, mehrere abgesteppte Kassetten leeren sich, dort kommt Kälte durch. Haltbarkeit mangelhaft. Kauffmann ist nicht die einzige negative Überraschung im Test von elf Daunen- und drei Synthetikdecken – von der Aktionsware für 80 Euro bis zur Luxusdecke für 500 Euro. Von außen erwecken sie einen hochwertigen Eindruck. Aber für erholsamen Schlaf kommt es auf innere Werte an.

Leere Kassetten

Eine gute Daune hat etwa zwei Millionen flauschige Häkchen. Die greifen ineinander und halten die warme Luft fest. Daunendecken übertragen diese Eigenschaft ins Bett. Sie halten die Wärme am Körper, die Kälte draußen. Sie speichern im Schlaf abgegebene Feuchtigkeit und befördern diese vom Körper weg. Keine leichte Aufgabe: Jeder Mensch gibt nachts etwa einen halben Liter dampfförmigen Schweiß ab.

Zum Vergleich: Die drei teuren Synthetikdecken im Test – sie kosten 249 bis 330 Euro – reichen nicht an die Schlafeigenschaften der Daunen heran. Es entweicht mehr Wärme, während mehr Feuchtigkeit im Bett bleibt.

Neben Schweiß sammeln sich Hautschuppen und Milbenkot in der Decke. Daher empfehlen Hersteller, Daunendecken alle ein bis zwei Jahre zu waschen. Wer eine große Waschmaschine und einen geräumigen Trockner besitzt, kann das zu Hause erledigen, ansonsten in der Reinigung.

Einige Decken überstanden die Wäschen ohne Probleme. Bei Allnatura, Häussling, Kauffmann, Matratzen Concord und Waschbär ging jedoch die Füllung auf Wanderschaft. Bis zu sieben Kassetten entleerten sich komplett. Durch leere Kassetten entweicht Wärme.

Selbst kräftiges Aufschütteln bewegt die Daunen nicht zur Umkehr. Einziger Ausweg: Fachhändler füllen sie in neue Hüllen. Preis: 50 bis 150 Euro.

Sechs Jahre sind seit der letzten Untersuchung von Daunendecken durch die Stiftung Warentest vergangen. Damals bot ein Gramm der besten Füllung ein Volumen von 443 Milliliter. Jetzt fanden die Prüfer in der besten Decke 342 Milliliter je Gramm. Fast ein Viertel weniger. Hintergrund: Große Daunen brauchen fast ein halbes Jahr, bis sie ausgewachsen und voluminös sind. So lange leben Mastgänse höchstens in artgerechter Tierhaltung.

Die getesteten Decken enthalten jedoch viele kleine Daunen. Das deutet darauf hin, dass die Tiere entweder früh gerupft wurden oder kurz gelebt haben. In der Intensivmast sind Enten nach sechs bis sieben Wochen schlachtreif, Gänse nach neun bis 16 Wochen.

Dreiste Täuschung

Fast alle Hersteller füllen mehr Federn und Bruch ein, als sie auf der Verpackung angeben. Die Decken von Allnatura, Billerbeck und Sanders verdienen nur Güteklasse II statt I.

Dreist täuschte Häussling: „Weiße arktische neue Gänsedaunen und -federn, Klasse I, 90 Prozent Daunen, zehn Prozent Federn“ stand auf der Decke, die es für 80 Euro als Aktionsware bei Real gab. In Wahrheit enthält sie nur 70 Prozent Daunen, zehn Prozent Federn und 20 Prozent Bruch. Das entspricht Klasse III, der schlechtesten Klasse für Daunendecken von Wassergeflügel. Die minderwertige Qualität zeigt sich beim Volumen. Die Decke ist flach und schmiegt sich kaum an. Ein Tester nannte sie „Krankenhausdecke“.

Auch die Angabe „Gänsedaunen und -federn“ ist geschönt. Häussling mischte 37 Prozent Entendaunen und -federn unter. Ärgerlich für Käufer, denn Entendaunen sind meist kleiner und wärmen weniger als die von Gänsen. Andererseits sind sie billiger. Alle Decken, auf denen Gänsedaunen steht, enthalten bis zu 30 Prozent Ente. Überall dort, wo nur „Federn und Daunen“ draufsteht, fanden die Tester 100 Prozent Ente.

->  Die einzige gute Daunendecke im Test (11/13) stammt aus dem Dänischen Bettenlager: Greenfirst (249 Euro). Über die Herkunft der Daunen lieferte das Unternehmen keine Belege – ebenso wenig wie die anderen Anbieter. Wer alte Daunendecken besitzt, sollte beim Fachhändler fragen, ob sich Reinigen und eine neue Hülle lohnt. Auch alte Daunen können gut sein. ->  Wer Daunen ablehnt, kann eine Synthetikdecke kaufen, etwa Centa Star Famous (299 Euro). Die Decke hält jedoch nicht so warm.

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