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NWZonline.de Ratgeber

Nasse Finger und Flecken auf Gläsern

17.07.2017

Berlin Ein kleiner Spalt erzielt eine große Wirkung: Der Miele-Einbauspüler öffnet rund eine Stunde vor Ende des Eco-Programms automatisch einen Spalt weit die Tür. Dampf zieht hinaus, frische Luft hinein. Sie umströmt das Geschirr. So trocknen Teller, Gläser und Besteck besser als in anderen Geräten. Nachputzen überflüssig. Miele nennt die Technik Auto-Open-Trocknung.

Europäische Norm

Bedeutend schlechter trocknet das Eco-Programm der Spülmaschine von Ikea – wohl nicht nur, weil die Tür dabei geschlossen bleibt. Das Geschirr bleibt nass. Viele Teile müssen von Hand nachgetrocknet werden. Dieses Programm ist mangelhaft.

Auch die übrigen Spüler im Test hinterlassen oft Flecken an Gläsern und Plastikschüsseln oder kleine Pfützen in den Vertiefungen von Kaffeebechern. Geprüft hat die Stiftung Warentest vollintegrierte Geschirrspüler mit versteckter Bedienblende. Sie sind als solche in der Einbauküche nicht zu erkennen. Zusätzlich getestet wurden exemplarisch drei Standgeräte. Sie kosten oft weniger als Einbauspüler derselben Serie, passen sich aber nicht dem Design der Küche an („test“, 7/17).

Fast alle Geräte spülen normal verschmutztes Geschirr im Automatik- und auch im Eco-Programm sauber. Schwierigkeiten bereitet vielen Maschinen aber nicht nur das Trocknen, sondern auch die Anpassung des Automatikprogramms an unterschiedliche Mengen und Verschmutzungsgrade des Geschirrs.

Für Tests von Spülmaschinen gibt es eine europäische Norm. Sie schreibt genau vor, welche Geschirrteile für die Prüfungen zu verwenden sind: zum größten Teil Porzellanteller, Gläser, Tassen und Besteck. Dieses „Normgeschirr“ verwenden die Hersteller unter anderem, wenn sie ihre Geräte für das Energielabel testen lassen.

Im Haushalt wandern auch andere Teile in den Spüler, etwa Plastikschüsseln und Kunststofftassen. Solche Teile lässt das europäische Normgeschirr bisher unberücksichtigt. Die Stiftung Warentest prüft Geschirrspüler schon längere Zeit strenger als diese Norm und belädt sie auch mit Plastikteilen, Töpfen, Glasschüsseln und großen Kaffeebechern, wie sie im Haushalt vorkommen.

Rückstände in Maschine

Plastik kommt häufiger nass aus dem Spüler als Porzellan. Grund: Porzellan speichert viel mehr Wärme als Kunststoff. Das hilft in der Trocknungsphase, Restwasser auf dem Geschirr zu verdunsten. Auf den kühleren Plastikteilen verdunstet weniger. Meist hilft da nur: Handtuch raus und abtrocknen, wenn Geschirr trocken und frei von Verdunstungsflecken sein soll. Nur das Einbaugerät von Miele trocknet Plastik, Gläser und Töpfe im Eco-Programm gut.

Im Automatikprogramm sollen Spüler den Verschmutzungsgrad des Geschirrs erkennen, Temperatur, Dauer und Wasserverbrauch anpassen und ein optimales Spülergebnis erzielen. Theoretisch ist das möglich: Trübungssensoren können die Schmutzpartikel im Spülwasser messen. Ist es stark getrübt, können die Maschinen das Wasser auswechseln, die Wassermenge anpassen oder die Temperatur erhöhen. In der Praxis im Labor reinigten die Maschinen das stark verschmutzte Geschirr zwar sauber, die meisten verbrauchten dabei aber ähnlich viel Wasser und Strom wie für normal verschmutztes.

Das Eco-Programm schlagen alle Maschinen beim Einschalten vor. Sie ziehen dann in der Regel weniger Wasser als in anderen Programmen und erwärmen es nur auf 45 bis 55 Grad. Das spart zwischen vier und 13 Cent je Spülgang an Strom- und Wasserkosten im Vergleich zur Automatik. Die niedrige Temperatur gleichen die Maschinen durch lange Laufzeit aus. Fast alle spülen sauber oder sehr sauber – aber drei bis vier Stunden lang.

Einmal im Monat sollten regelmäßige Nutzer des Eco-Programms die Intensiv-Taste drücken. Dieser rund 70 Grad heiße Spülgang putzt Rückstände weg, die das Eco-Programm mit niedrigen Temperaturen in der Maschine hinterlassen kann.

->  Am besten spülen
Miele G 6770 SCVi (1350 Euro) und Siemens SN658X06TE (1100 Euro). Die beiden vollintegrierten Einbaugeräte tragen das beste Energielabel: A+++.
->Deutlich weniger kostet Constructa CG4A53V8 (485 Euro). Preislich attraktiv sind auch die Standgeräte Bosch SMS46Mw03E (570 Euro) und Miele G 4940 SC Jubilee (740 Euro). Sie passen sich jedoch nicht dem Design der Einbauküche an.

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