Oldenburg - Das sagte einst die österreichische Autorin Marie von Ebner-Eschenbach. Eine bleibende Wahrheit, solange es Bücher geben wird sowie Menschen, die sie lesen und die sie verfassen.
Genau diese sucht das Leseforum Oldenburg: Literaturbegeisterte Neu-AutorInnen, die Manuskripte oder Veröffentlichungen vorstellen und an neuen Projekten mitwirken wollen. Jeden zweiten Dienstag im Monat treffen sich die Mitglieder vom Leseforum Oldenburg in den Räumlichkeiten des „Mephisto“ am Artillerieweg und stellen ihre neuesten Werke und Gedanken vor. Ein jeder ist herzlich eingeladen, den öffentlichen Lesungen beizuwohnen.
Neue Wege, neue Welten
„Mir hat sich nicht nur eine neue Welt eröffnet, sondern eine ganze Galaxie“. Die 29-jährige Alexandra Schwarting sitzt mit leuchtenden Augen im Wintergarten des Restaurants Mephisto und erzählt von ihrem Werdegang als junge Autorin. Im Februar 2017 trat sie dem Leseforum Oldenburg bei. Im Gepäck ihren ersten, 500-seitigen Roman, den sie in nur knapp drei Monaten geschrieben hatte.
Inzwischen ist sie 1. Vorsitzende des seit 2019 eingetragenen Vereins. Gegründet wurde das hiesige Leseforum allerdings bereits im Februar 2014 von diversen Oldenburger Autoren auf Initiative von Jürgen Schmidt. Als ehemaliger Wirt vom „Mephisto“ wusste Schmidt um das gemütliche Klönschnack-Ambiente und so ist das Lokal bis heute der Treffpunkt des Vereins geblieben.
Jeden zweiten Dienstag im Monat werden an den Leseabenden neue Buchideen vorgestellt und besprochen. „Die eigenen Gedanken und Worte vor anderen vorzutragen erfordert Mut“, sagt Andreas van Hooven (48), ein engagierter Autor des Leseforums. Gleichzeitig sei es eine wertvolle Erfahrung mit anderen AutorInnen und die es noch werden möchten, in den gegenseitigen Austausch zu gehen. „Jeder kann jedem helfen“, sagt Hanna Seipelt. Die 67-jährige ist Schriftführerin des Vereines und hat selbst etliche Bücher veröffentlicht.
So unterschiedlich wie die Mitglieder sind auch ihre Bücher und Manuskripte. Jedes Genre sei vertreten und werde gerne angehört. Krimis, zeitgenössische Gesellschaftsromane, Kinderbücher, Liebe und Lyrik, um nur ein paar zu nennen.
Keine Schreibwerkstatt
Wir begreifen uns nicht als Schreibwerkstatt, wo man das korrekte Schreiben eines Buches lernt“, sagt Schwarting. Man sei mit allen auf Augenhöhe, Erfahrungen würden weitergetragen – der Austausch sei essenziell. „Ich habe in kürzester Zeit so viel gelernt und obendrein macht es Spaß!“, ergänzt die Jungautorin.
Wer nun Lust bekommen hat sich den Literaturfreunden anzuschließen, eventuell schon etwas geschrieben oder gar veröffentlicht hat, wende sich per Mail an info@leseforum-oldenburg.de.
