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NWZonline.de Ratgeber

Saubere Leistung mit sparsameren Motoren

17.07.2017

Berlin Mit der Watt-Protzerei ist jetzt endgültig Schluss. Ab September dürfen Staubsauger nur noch verkauft werden, wenn sie nicht mehr als 900 Watt an Leistung aufnehmen. So verlangt es die zweite Stufe der EU-Ökodesign-Richtlinie.

900 Watt – das reicht für eine ordentliche Reinigung voll und ganz aus. Das zeigt der Test (7/17) von zwölf Bodenstaubsaugern, deren Nennleistung laut Typenschild die neue Wattgrenze einhält. Sechs Modelle arbeiten mit Staubbeutel, die andere Hälfte ist mit einer Staubbox ausgestattet.

Trotz sparsamer Motoren stellen neun Geräte im Test gute Saugeigenschaften unter Beweis. Die Mär, dass nur Kraftprotze mit 2000 Watt und mehr ordentlich reinigen ist längst widerlegt. Auch stromsparende Sauger nehmen Staub und Fasern erfolgreich auf, wenn Düse und Gerät gut konstruiert und optimal aufeinander abgestimmt sind.

Neben dem Energieverbrauch bestimmt die Ökodesign-Richtlinie unter anderem auch, wie laut Staubsauger sein dürfen. Erlaubt ist ein Schallleistungspegel von maximal 80 Dezibel auf Teppichboden. Das ist vergleichbar mit der Lautstärke einer Küchenmaschine bei voller Drehzahl. Die getesteten Geräte schaffen das alle. Flüsterleise ist aber keins, besonders wenn auf Hartboden gesaugt wird.

Lohnt es sich, einen älteren Kraftprotz gegen einen neuen Staubsauger auszutauschen? Die Stiftung Warentest hat errechnet, wie viel sich mit einem aktuellen Modell sparen lässt. Bei zwei Stunden Saugen pro Woche fallen mit einem 1500-Watt-Staubsauger Stromkosten von rund 44 Euro pro Jahr an. Ein Modell mit 750 Watt verbraucht die Hälfte und spart so 22 Euro im Jahr. Bei einer durchschnittlichen Geräte-Lebensdauer von acht Jahren wären das knapp 180 Euro. Das entspricht etwa dem Preis der günstigsten guten Staubsauger im Test. Der Neukauf lohnt sich finanziell umso weniger, je kleiner die Wohnung und geringer der Schmutzanfall ist.

Bietet die Wahl eines Saugers mit Staubbox mehr Einsparung? Da sich der Nachkauf der Wegwerfbeutel erübrigt, spart der Nutzer zwar diese Kosten. Die Geräte sind aber meist teurer, sodass sich der Kauf eines Saugers mit Staubcontainer allein aus Kostengründen oft nicht lohnt. Für welches Modell sich der Käufer entscheidet, ist letztlich eine Frage der Vorliebe.

Einen Nachteil haben die Beutellosen: Die Box zu leeren und zu reinigen, ist eine unhygienische Angelegenheit – auch wenn die Anbieter das Gegenteil behaupten. Die Boxen sind zudem oft schwer zugänglich und umständlich zu entnehmen. Auch die Firma Miele löst das Problem mit ihrem ersten beutellosen Sauger nicht.

Seit 2014 tragen Staubsauger ein Energielabel, das über Energieeffizienz, Staubemission, Reinigungsklasse auf Teppich und auf Hartboden (alle auf einer Skala von A – am besten – bis G – am schlechtesten), Energieverbrauch pro Jahr und Geräuschentwicklung auf Teppich informiert.

Energieeffizienz und Staubemission entsprechen meist auch den Testergebnissen der Stiftung Warentest. Differenzen gibt es aber bei den Reinigungsklassen. Das liegt an unterschiedlichen Testmethoden. Die Reinigungswirkung wurde zum Beispiel mit leerem und mit gefülltem Staubbehälter getestet. gesaugt wurde auf allen Untergründen mit der Universaldüse. Die Prüfungen für das Label hingegen erfolgen mit leerem Beutel und mit Spezialdüsen. Das ist praxisfremd. Kaum ein Anwender tauscht die Düse, wenn er vom Teppich zum Parkett wechselt. Auch den Beutel wird keiner nach jedem Saugen wechseln.

->  Der günstigste gute Staubsauger ist Severin BC 7058 für 157 Euro. Das Beutelmodell saugt gut, ist robust und leise. Noch etwas besser in den Saugeigenschaften und in der Handhabung schneidet der Beutelsauger Siemens VSZ7A400 für 208 Euro ab.
-> Die Testsieger bei den Geräten mit Staubbox sind deutlich teurer. Der Bosch BGS5A300 kostet 278 Euro, gefolgt von Miele SKCF2 Blizzard CX1 für 286 Euro.

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